Wahlkampf in Berlin: Bildungspolitik verbindet unerwartete Partner
Im Berliner Wahlkampf zeichnen sich in der Bildungspolitik überraschende Gemeinsamkeiten zwischen dem Linksbündnis aus SPD, Linken und Grünen sowie der CDU ab. Bei einer Podiumsdiskussion am Dienstagabend in Berlin-Mitte trafen die Spitzenkandidaten der drei linken Parteien auf die amtierende Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). Die AfD war nicht eingeladen.
Diskussion auf dem Podium
Auf dem Podium saßen Senatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), Elif Eralp (Linke), Steffen Krach (SPD) und Werner Graf (Grüne). Die Runde, moderiert von Joachim Fahrun, Chefreporter Landespolitik, fand am 17. Juni 2026 statt. Überraschend zeigte sich, dass die Grenzen zwischen den politischen Lagern in der Bildungspolitik fließend sind.
Die Diskussionsteilnehmer fanden in mehreren Punkten übereinstimmende Positionen, etwa bei der Forderung nach mehr Investitionen in die Schulbildung und der Verbesserung der digitalen Ausstattung. Auch die Notwendigkeit einer besseren Lehrerausbildung und -gewinnung wurde von allen Seiten betont.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Während die CDU auf mehr Eigenverantwortung der Schulen setzt, plädieren SPD, Linke und Grüne für stärkere zentrale Vorgaben. Dennoch zeigte sich Senatorin Günther-Wünsch offen für Kompromisse. Die Spitzenkandidaten der Linken und Grünen betonten die Bedeutung von Chancengleichheit, was auch die CDU als Ziel anerkannte.
Kontrovers diskutiert wurde das Thema Schulstruktur: Während die Linke und die Grünen für eine längere gemeinsame Schulzeit eintreten, hält die CDU an einem gegliederten Schulsystem fest. Die SPD positionierte sich in der Mitte und suchte nach Brückenlösungen.
Insgesamt zeigte die Diskussion, dass trotz unterschiedlicher ideologischer Grundlagen in der Bildungspolitik pragmatische Lösungen möglich sind. Dies könnte im anstehenden Wahlkampf zu unerwarteten Allianzen führen.



