Ein Leserbrief aus Berlin-Schöneberg übt scharfe Kritik an den Sparplänen von CSU-Ministerin Dorothee Bär. Der Verfasser, W.-R. Heilmann, bezeichnet die geplanten Kürzungen beim Bafög als katastrophalen Fehler. Er argumentiert, dass Deutschland als rohstoffarmes Land sein größtes Potenzial in den Köpfen der Menschen habe.
Bildung als Schlüssel für die Zukunft
Heilmann betont, dass die größten Wachstumschancen in Bildung und Ausbildung lägen, die auf Forschung und Wissenschaft basieren. Es sei falsch, ausgerechnet dort zu sparen, während gleichzeitig Hunderte Millionen Euro in zweifelhafte Raumfahrtprojekte wie Reisen zum Mond und zum Mars flössen.
Kritik an der Ministerin
Der Leser zeigt sich verwundert, dass eine Ministerin nicht als Lobbyistin ihres eigenen Ressorts auftritt und mehr Mittel fordert. Stattdessen wolle Bär beim Bafög den Rotstift ansetzen. Er fragt ironisch, ob nun auch andere Minister folgen würden – etwa Ernährungsminister Rainer, der auf Mittel für die Landwirtschaft verzichten könnte, Innenminister Dobrindt, der bei der Polizei kürzen wolle, oder Verteidigungsminister Pistorius, der kein zusätzliches Geld für die Bundeswehr benötige.
Heilmann schließt mit einem sarkastischen Kommentar: „Ist kein Drama“, werde Frau Bär vermutlich sagen. Der Leserbrief endet mit einem Appell, die Prioritäten richtig zu setzen und in die Zukunft junger Menschen zu investieren.



