Die Berliner Bäderbetriebe investieren bis zum Jahr 2030 rund 600 Millionen Euro in die Grundsanierung, Modernisierung und den Neubau von Hallen- und Sommerbädern. Dies gab Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) bekannt. „Über viele Jahre hat sich ein Sanierungsstau aufgebaut, den wir nun konsequent angehen“, erklärte Spranger. Es sei „sehr gut investiertes Geld“, denn die 67 Bäder in der Hauptstadt förderten unmittelbar die Gesundheit und Lebensqualität der Bürger und stärkten das wichtige Sportangebot der Vereine.
Stadtbad Schöneberg wiedereröffnet
Konkret wurde im Stadtbad Schöneberg die Teilsanierung nach mehr als zwei Jahren abgeschlossen. Die Kosten beliefen sich auf rund 14 Millionen Euro. Bereits in den Ferien fanden dort Schwimmkurse für Kinder statt. Ab dem 26. August steht das Bad wieder der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Weitere sanierte Bäder folgen in den kommenden Jahren. „Im kommenden Jahr geht nach rund acht Jahren Bauarbeiten das Paracelsus-Bad in Reinickendorf wieder ans Netz; ein Jahr später folgt das Wellenbad am Spreewaldplatz in Kreuzberg, das seit 2023 grundsaniert wird“, so Spranger.
Neuer Standort in Charlottenburg
Bäderbetriebe-Chef Johannes Kleinsorg berichtete, dass in Charlottenburg ein großer neuer Badstandort entsteht. „Die Alte Halle soll mit der benachbarten und seit Jahren geschlossenen Neuen Halle zu einer baulichen Einheit verschmelzen.“ Allein dafür seien mehr als 40 Millionen Euro eingeplant. Geplant sind ein gemeinsamer Eingang in beide Bäder, neue Umkleiden, eine Saunalandschaft und ein Kinderbereich.
Die Finanzierung stammt wie zahlreiche andere Mittel aus dem Klimapakt des Landes Berlin. „Insgesamt erhalten wir 204 Millionen Euro“, sagte Bäderbetriebe-Vorständin Marie Rupprecht.
Energieeinsparung durch Beckenabdeckungen
Ebenfalls geplant ist, dass alle Sommerbäder Beckenabdeckungen erhalten. Berechnungen zufolge kann damit der Wärmeverlust um bis zu 30 Prozent reduziert werden.



