ADAC-Test: Toiletten auf Rastplätzen in NRW oft mangelhaft
ADAC-Test: Toiletten auf Rastplätzen in NRW oft mangelhaft

ADAC-Test offenbart massive Mängel an Autobahn-Toiletten in NRW

Der ADAC hat Sanitäranlagen auf unbewirtschafteten Rastplätzen in Nordrhein-Westfalen getestet – mit alarmierenden Ergebnissen. Von acht untersuchten Anlagen erhielten drei die Note „sehr mangelhaft“: Hoxhöfe an der A44 bei Krefeld, Wittenhorst an der A3 nahe der niederländischen Grenze und Sürenheide an der A2 bei Gütersloh. Weitere vier Rastplätze – Rur-Scholle (A4), Hasetal (A1 bei Osnabrück), Oberste Heide (A1 bei Köln) und Hoxhöfe – wurden als „mangelhaft“ eingestuft. Nur die Sanitäranlagen von Logebachtal (A3 bei Bonn) und Röllingser Graben (A44 bei Soest) schnitten mit „ausreichend“ ab. Bundesweit fielen 62 Prozent der insgesamt 50 getesteten Rastplätze in der Kategorie Sanitäranlagen durch.

Systematische Vernachlässigung beklagt

Roman Suthold, Verkehrsexperte des ADAC in NRW, kritisierte die Zustände scharf: „Die Toiletten sollten deutlich öfter gereinigt und mit Toilettenpapier versorgt werden. Die Ergebnisse der im März durchgeführten Tests zeigen, dass die unbewirtschafteten Rastplätze weiterhin systematisch vernachlässigt werden.“ Der Gang zur Toilette sei einer der Hauptgründe, warum Autofahrer diese Rastplätze ansteuern. Besonders ärgerlich: Fehlende Sauberkeit, kein Toilettenpapier sowie kaputte oder leere Seifenspender waren die häufigsten Beanstandungen.

Gesamtbewertung: Nur ein Rastplatz überzeugt

Neben den Sanitäranlagen flossen auch die Kategorien Außenanlagen, Verkehr und Parken sowie persönliche Sicherheit in die Gesamtbewertung ein. Die Sanitäranlagen hatten dabei eine hohe Gewichtung. In der Gesamtnote schnitten vier der acht NRW-Rastplätze mit „mangelhaft“ ab: Rur-Scholle (A4), Hasetal (A1 bei Osnabrück), Oberste Heide (A1 bei Köln) und Hoxhöfe (A44 bei Krefeld). Der Rastplatz Wittenhorst an der A3 erhielt sogar die Note „sehr mangelhaft“. Logebachtal (A3 bei Bonn) und Sürenheide (A2 bei Gütersloh) wurden mit „ausreichend“ bewertet. Einziger Lichtblick: Der Rastplatz Röllingser Graben an der A44 bei Soest erzielte als einziger in NRW die Note „gut“.

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Handlungsbedarf für Betreiber

Der ADAC fordert die Betreiber der Rastplätze – in der Regel die Autobahn GmbH des Bundes – auf, die Reinigungsintervalle zu erhöhen und die Grundausstattung mit Seife und Toilettenpapier sicherzustellen. Die Tester bemängelten zudem, dass viele Anlagen veraltet und renovierungsbedürftig seien. Für Reisende bedeutet dies: Wer auf unbewirtschafteten Rastplätzen eine Toilette aufsuchen muss, sollte sich auf mangelhafte Bedingungen einstellen. Der ADAC empfiehlt, wenn möglich, bewirtschaftete Rastplätze mit Tankstelle oder Restaurant anzusteuern, die in der Regel bessere Sanitäranlagen bieten.

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