Eine 40-jährige Spediteurin aus Bayern hat auf dem Parkplatz eines Netto-Marktes in Hohenpeißenberg völlig überraschend ihr Baby zur Welt gebracht – ohne zuvor von der Schwangerschaft gewusst zu haben. Michaela Weingand erlitt in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni während ihrer Arbeit als Zeitungszustellerin plötzlich starke Schmerzen, die sich als Wehen entpuppten.
Magenschmerzen waren tatsächlich Geburtswehen
Laut einem Bericht der „tz“ hatte Weingand seit Monaten unter Magenbeschwerden gelitten, die ein Arzt auf ihre Arbeitsbelastung zurückführte. Die Mutter von drei Kindern und Betreiberin einer Spedition mit 800 Hühnern dachte nicht an eine Schwangerschaft. In jener Nacht wurden die Schmerzen jedoch unerträglich. Als sie auf dem Netto-Parkplatz anhielt, um Zeitungen an Zusteller zu übergeben, konnte sie sich kaum noch aufrecht halten. „Es ging nicht mehr. Ich konnte nicht mehr aufrecht stehen“, schilderte sie der Zeitung.
Blitzgeburt auf dem Parkplatz
Weingand lehnte sich an die Motorhaube ihres Autos und erkannte plötzlich die Ähnlichkeit der Schmerzen mit der Geburt ihres Sohnes. Sekunden später war die kleine Antonia bereits da. Die 3290 Gramm schwere und 53 Zentimeter große Tochter kam so schnell zur Welt, dass die Mutter kaum Zeit hatte, ihre Hose herunterzuziehen. Ein Zusteller alarmierte den Rettungsdienst. Weingand wickelte das Neugeborene in ihre Jacke und wartete ruhig. „Dazu bin ich nicht der Typ. Es hilft ja nix“, erklärte sie gelassen.
Vater musste weiterarbeiten
Während Notarzt und Sanitäter Mutter und Kind versorgten, musste der alarmierte Vater die Zeitungszustellung fortsetzen, da die Arbeit erledigt werden musste. Bereits am Nachmittag war die Familie wieder zu Hause vereint. Bürgermeister Thomas Dorsch gratulierte herzlich zur ungewöhnlichen Geburt und überreichte einen Netto-Gutschein als Geschenk.



