Berlin lockert Sperrstunde für Außengastronomie bis Mitternacht
Berlin lockert Sperrstunde für Außengastronomie

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat eine Lockerung der Sperrstunde für die Außengastronomie beschlossen. Künftig dürfen Gäste in vielen Teilen der Stadt bis Mitternacht draußen sitzen, insbesondere an Wochenenden. Die Neuregelung soll Gastronomen mehr Flexibilität bieten und das Geschäft ankurbeln.

Erleichterung für Unternehmen

Die Initiative geht auf einen Vorstoß der Regierungsfraktionen zurück. Ziel ist es, die Außengastronomie zu stärken und die Attraktivität der Stadt zu erhöhen. Bislang galt in Berlin eine Sperrstunde um 22 Uhr für Außenbereiche. Die Lockerung betrifft vor allem innerstädtische Lagen und beliebte Ausgehviertel.

Gleichzeitig wurde die Vergabe öffentlicher Aufträge vereinfacht. Kleine und mittlere Unternehmen sollen künftig leichter an städtische Aufträge gelangen. Die neuen Regelungen sehen unter anderem niedrigere Hürden bei der Ausschreibung vor.

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Streit um die Neuregelung

Die Opposition kritisierte die Pläne scharf. Besonders die Grünen und die Linke warnten vor mehr Lärmbelästigung und höheren Belastungen für Anwohner. Sie forderten strengere Auflagen für die Gastronomen. Die Regierung hingegen betont, dass die Lockerung wirtschaftliche Impulse setze und die Lebensqualität in der Stadt verbessere.

Die neue Regelung tritt voraussichtlich im Juli 2026 in Kraft. Gastronomen müssen jedoch bestimmte Auflagen erfüllen, etwa in Bezug auf Lärmschutz und Sauberkeit. Die Bezirke können zudem Ausnahmen für besonders sensible Gebiete festlegen.

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