Zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am 20. September 2025 werden deutlich weniger Parteien auf den Stimmzetteln stehen als bei der vorherigen Wahl. Wie das Landeswahlamt mitteilte, treten insgesamt 17 Parteien mit eigenen Listen an – zwölf davon mit Landeslisten und fünf mit Bezirkslisten. Zum Vergleich: Bei der Wiederholungswahl 2023, die aufgrund schwerer Wahlfehler beim ursprünglichen Wahlgang 2021 erforderlich war, konkurrierten noch 33 Parteien um die Wählerstimmen: 26 mit Landeslisten und sieben mit Bezirkslisten.
Zulassung durch Wahlausschüsse
Die zwölf Landeslisten für die Wahl am 20. September wurden vom Landeswahlausschuss zugelassen. Darunter befinden sich unter anderem Grüne, AfD, FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Über die Zulassung der Bezirkslisten, zu denen die von CDU, SPD und Linke gehören, entschieden die Bezirkswahlausschüsse. Die Parteien können sowohl mit einer Landesliste als auch mit Bezirkslisten antreten; die Zweitstimmen, die für die Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus maßgeblich sind, werden entsprechend vergeben.
Hintergrund: Weniger Parteien als 2023
Der Rückgang der antretenden Parteien um fast die Hälfte im Vergleich zu 2023 ist bemerkenswert. Damals war die Wahl wegen erheblicher Pannen bei der ursprünglichen Wahl 2021 wiederholt worden. Die Reduzierung der Parteienzahl könnte die Übersichtlichkeit des Stimmzettels erhöhen und die Wahl für die Bürger einfacher machen. In Berlin entscheiden die Parteien selbst, ob sie mit einer einheitlichen Landesliste oder mit getrennten Listen in den Bezirken antreten.
Ein Sprecher des Landeswahlamts erklärte: „Die Zahl der zugelassenen Parteien liegt in diesem Jahr deutlich unter der des Vorwahlgangs. Das liegt unter anderem daran, dass einige kleinere Parteien die erforderlichen Unterstützungsunterschriften nicht rechtzeitig beibringen konnten.“ Die genauen Gründe für den Rückgang wurden jedoch nicht im Detail erläutert.
Auswirkungen auf die Wähler
Für die Berliner Wähler bedeutet die geringere Anzahl an Parteien eine klarere Auswahl. Die Stimmzettel werden kürzer sein als noch 2023, was die Stimmabgabe erleichtern dürfte. Die Zweitstimme bleibt entscheidend für die Sitzverteilung im Landesparlament. Die Wahl am 20. September wird als wichtiger Test für die politische Stimmung in der Hauptstadt angesehen, insbesondere nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre.



