Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) gehört zu den umstrittensten Personen im Berliner Senat. Im Interview mit dem Tagesspiegel zieht sie nach zwei Jahren Amtszeit Bilanz und verteidigt ihre Politik. „Besser war die BVG noch nie aufgestellt“, betont Bonde und verweist auf eine Reihe von Erfolgen.
Masterplan Brücken und neue S-Bahn-Züge
Zu den Errungenschaften zählt Bonde den Masterplan Brücken. Demnach wurden die Brücken An der Wuhlheide, die Ringbahnbrücke und die Westendbrücke in kürzester Zeit abgerissen und die Brücken für die A100 werden zügig wieder aufgebaut. Ein neues Baustellenmanagement soll für weniger Verkehrsbehinderungen sorgen. Zudem sei endlich ein rechtssicheres Vergabeverfahren für die neuen Züge der S-Bahn abgeschlossen und der Zuschlag erteilt worden.
Azubi-Ticket und BVG-Aufstellung
Das Azubi-Ticket wird nun als Deutschlandticket angeboten, was Bonde als großen Fortschritt sieht. Die BVG selbst sei so gut aufgestellt wie nie zuvor. Auf die Frage nach Kritikpunkten wie Verzögerungen bei Tram-Projekten räumt Bonde ein, dass es bei einigen Vorhaben länger dauert. So verzögere sich ein bestimmtes Tram-Projekt. Zudem könne die U-Bahn-Linie U5 möglicherweise Drehkreuze erhalten, um die Sicherheit zu erhöhen.
Kritik und öffentlicher Fokus
Bonde ist sich der Kritik bewusst, die an ihrer Arbeit geübt wird. Sie betont jedoch, dass die Liste der Erfolge lang sei und die Verkehrspolitik in Berlin Fortschritte gemacht habe. Das Interview zeigt eine Senatorin, die selbstbewusst ihre Bilanz präsentiert und auf die Herausforderungen der Verkehrswende in der Hauptstadt eingeht.



