Das brandenburgische Verkehrsministerium hat die geplante Einstellung der durchgehenden Züge von Schwedt nach Berlin ab dem Fahrplanwechsel im Dezember verteidigt. In einer Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ der AfD-Abgeordneten Daniel Münschke und Norbert Rescher heißt es, dass Änderungen bei anderen Zugverbindungen den Ausschlag für die Anpassung der Direktlinie RE3 gegeben hätten.
Hintergrund: Weniger Fahrgäste als erwartet
Laut Ministerium nutzen täglich rund 1300 Fahrgäste die Direktverbindung zwischen Schwedt und Berlin. Diese Zahl sei zu gering, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Entscheidung sei jedoch nicht isoliert zu betrachten, sondern stehe im Zusammenhang mit einem größeren Umbau des Regionalverkehrs in der Region. Insbesondere die Anbindung an die Ostsee spiele eine Rolle.
Auswirkungen auf den Fahrplan
Ab Dezember müssen Reisende aus Schwedt in Angermünde umsteigen, um nach Berlin zu gelangen. Das Ministerium versichert, dass die Umsteigezeiten optimiert seien und die Gesamtreisezeit nur geringfügig steige. Kritik von Fahrgastverbänden, die eine Verschlechterung der Anbindung befürchten, wies das Ministerium zurück. Man habe die Maßnahmen mit den Nachbarländern und der DB Regio abgestimmt.
Die AfD-Fraktion im Landtag kritisierte die Entscheidung scharf. „Die Menschen in Schwedt werden abgehängt“, so Münschke. Das Ministerium betont hingegen, dass die freigewordenen Kapazitäten anderweitig genutzt würden, um das Angebot insgesamt zu verbessern.



