Bei einer Schießerei im jüdischen Viertel der kanadischen Metropole Montréal sind am Montagmittag (Ortszeit) drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkgesellschaft Canadian Broadcasting Corporation (CBC) ereignete sich der Vorfall im multikulturellen Stadtteil Côte-des-Neiges, der eine große jüdische Gemeinde beherbergt.
Opfer und Tathergang
Laut CBC starben ein Polizist, ein Passant und der mutmaßliche Angreifer. Zudem wurde eine Polizistin verletzt. Der jüdische Rettungsdienst Zaka teilte mit, der Angriff habe sich in der Nähe eines Chabad-Zentrums zugetragen. Es könne sich um einen Anschlag handeln, hieß es. Die kanadische Polizei bestätigte dies zunächst nicht.
Polizeieinsatz und Sicherheitsmaßnahmen
Zuvor hatte die Polizei vor einer bewaffneten und gefährlichen Person in dem Stadtteil im Westen der frankokanadischen Stadt gewarnt. Die Behörden forderten die Bewohner von Côte-des-Neiges auf, in ihren Häusern zu bleiben, die Türen abzuschließen und den Bereich um die Avenue de Courtrai und die Avenue Trans Island zu meiden. Zahlreiche schwer bewaffnete Beamte wurden im Einsatz zusammengezogen, und das Viertel wurde großräumig abgesperrt.
Reaktionen der Behörden
Die Bürgermeisterin von Montréal, Soraya Martinez Ferrada (53), erklärte in den sozialen Medien, ihre Gedanken seien „bei allen, die von diesem tragischen Vorfall betroffen sind“. Die Polizei Montréal schrieb auf der Plattform X: „Mit großem Bedauern bestätigen wir den Tod eines unserer Polizeibeamten im Dienst.“ Die Hintergründe zu dem Angriff sind derzeit völlig unklar.



