Befall in Neukölln nimmt zu
Der Eichenprozessionsspinner hat in diesem Jahr in Neukölln eine „große Steigerung“ erfahren. Besonders betroffen ist der Körnerpark, wo die Raupen zahlreiche Eichen befallen haben. Der Schädling, dessen Brennhaare bei Menschen Hautausschläge und Atemprobleme auslösen können, breitet sich rasant aus.
Kritik am Vorgehen des Senats
Aus dem Bezirksamt Neukölln gibt es deutliche Kritik am Vorgehen des Senats. „Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wird von der Senatsumweltverwaltung nicht ausreichend koordiniert. Wir fordern mehr Unterstützung und eine zentrale Strategie“, sagte Neuköllns Umweltstadtrat Jochen Biedermann (Grüne). Die Bezirke seien mit der Aufgabe alleingelassen worden, obwohl der Befall stadtweit zunehme.
Bekämpfungsmaßnahmen und Folgen
Im Körnerpark wurden bereits Warnschilder aufgestellt und befallene Bäume abgesperrt. Die Bekämpfung erfolgt durch Absaugen der Raupen oder den Einsatz von Bacillus thuringiensis, einem biologischen Mittel. Laut Bezirksamt wurden in diesem Jahr bisher rund 500 Eichen in Neukölln behandelt – ein Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch reichten die Maßnahmen nicht aus, um die Ausbreitung zu stoppen.
Auswirkungen auf die Bevölkerung
Anwohner klagen über gesundheitliche Beschwerden. „Ich kann den Park kaum noch betreten, ohne dass ich Ausschlag bekomme“, berichtet eine Anwohnerin. Der Bezirk appelliert an die Bevölkerung, befallene Gebiete zu meiden und bei Symptomen einen Arzt aufzusuchen. Die Senatsumweltverwaltung verwies auf Anfrage auf die laufenden Bekämpfungsmaßnahmen und kündigte eine Überprüfung der Strategie an.



