Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin-Charlottenburg führt ab September Eintrittsgebühren für die Turmbesteigung und das Museum ein. Pfarrerin Kathrin Oxen bestätigte dies dem „Tagesspiegel“. Hintergrund ist die geplante Umgestaltung des Turms zu einer touristischen Attraktion. Die Umbauarbeiten sollen etwa zwei Jahre dauern. Die Höhe des Eintrittspreises steht noch nicht fest.
Andachten bleiben kostenfrei
Das neuere Kirchengebäude, das nach Entwürfen von Egon Eiermann erbaut und 1961 geweiht wurde, bleibt weiterhin ohne Eintritt zugänglich. Auch Andachten, Gottesdienste und Gebete sind ausdrücklich von der Gebührenpflicht ausgenommen. Die Kirchenstiftung hatte bereits bei ihrer Gründung vor über 120 Jahren festgelegt, dass geistliche Handlungen unentgeltlich sein müssen, so Oxen.
Der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte alte Turm wird weiterhin für Andachten und das „Versöhnungsgebet von Coventry“ genutzt. Auch hierfür wird kein Eintritt erhoben. Besucher sollen jedoch für die Dauerausstellung zahlen, die nach der geplanten Erweiterung neu gestaltet wird.
Die evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Berlins und wird von Touristen aus aller Welt besucht.



