In der Reihe „Stadtgeschichte selbst erzählt“ lädt die Stadt Lassan gemeinsam mit dem Demokratieladen Anklam zu einem Zeitzeugenabend ein. Am Donnerstag, 21. Mai, stehen ab 19 Uhr im Lassaner Schützenhaus die 50er und 60er Jahre am Peenestrom im Mittelpunkt. Nachdem 2024 bereits die Zeit von Flucht und Vertreibung thematisiert wurde, sollen nun persönliche Erinnerungen, Familiengeschichten, Fotos und Fragen zur Nachkriegszeit gesammelt werden.
Der Historiker Christoph Wunnicke führt in die Ereignisse jener Jahrzehnte ein und moderiert den Abend. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, mit ihren Beiträgen das Bild dieser Zeit lebendig zu halten. Ab 18 Uhr wird ein Imbiss angeboten, der Eintritt ist frei.
Bereits vor der Veranstaltung, ab 18 Uhr, können Besucher die Ausstellung „Lassaner Mosaik – Hinter offenen Türen“ besichtigen. Die Schau, die erstmals 2019 in der Johanniskirche gezeigt wurde, soll nun dauerhaft in der Galerie im Schützenhaus untergebracht werden. Initiiert wurde sie vom Kunsthistoriker Dr. Daniel Stemmrich und dem Künstler Bernd Riehm.
Für die Ausstellung führte Stemmrich Interviews mit den ältesten Bürgerinnen und Bürgern Lassans, die teils hier geboren oder nach dem Krieg zugezogen sind. Ihre Erinnerungen an das Kriegsende werden in Textauszügen präsentiert und sind im Katalog veröffentlicht. Der visuelle Schwerpunkt liegt auf Fotografien der Zeitzeugen und ihrer privaten Umgebung, aufgenommen von Bernd Riehm.
Eine weitere Gelegenheit, die Ausstellung zu sehen, bietet sich zu „Kunst:Offen“ am Pfingstwochenende vom 23. bis 25. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr.



