Geburtenrate in Berlin sinkt auf Tiefstand seit 2003
Geburtenrate in Berlin auf Tiefstand seit 2003

Die Geburtenrate in Berlin ist im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, lag die zusammengefasste Geburtenziffer je Frau bei nur 1,18 Kindern. Damit liegt die Hauptstadt deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1,31 Kindern pro Frau.

Mütter werden immer älter

Berliner Mütter bekommen zudem immer später Kinder. Das Durchschnittsalter bei der Geburt stieg 2025 auf 32,3 Jahre. Bei der Geburt des ersten Kindes waren die Mütter durchschnittlich 31,4 Jahre alt. Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen deutschen und ausländischen Müttern: Während deutsche Mütter im Schnitt nur 1,01 Kinder zur Welt brachten – der niedrigste Wert seit dem sogenannten Wendeknick –, lag die Rate bei ausländischen Müttern mit 1,56 Kindern ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 1,59.

Nur drei Bezirke mit Geburtenplus

In nur drei Berliner Bezirken gab es 2025 mehr Geburten als Sterbefälle: Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Pankow. Friedrichshain-Kreuzberg verzeichnete mit 3.524 Geburten die meisten Neugeborenen und mit 1.650 Sterbefällen die wenigsten Todesfälle. Die demografische Entwicklung in der Stadt ist gegensätzlich: Während junge Bezirke wachsen, altert Steglitz-Zehlendorf besonders stark. Dort gab es sowohl die niedrigste Geburtenzahl – absolut und im Verhältnis zur Bevölkerung – als auch die höchste Sterbezahl. Der Sterbeüberschuss in Steglitz-Zehlendorf betrug 1.872 Menschen. Insgesamt blieb die Zahl der Sterbefälle in Berlin nahezu konstant.

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