Ein schweres Gewitter mit Wolkenbruch ist am Sonntag über Berlin hinweggezogen und hat zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt. Die S-Bahn meldete Unterbrechungen auf mehreren Linien, und ein WTA-Tennisturnier musste vorübergehend evakuiert werden. Betroffen waren vor allem der Berliner Osten und die Innenstadt, wo innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen niedergingen.
S-Bahn-Verkehr eingeschränkt
Die Berliner S-Bahn teilte mit, dass es auf den Linien S3, S5, S7 und S9 zu Verspätungen und Teilausfällen kam. Grund waren überflutete Gleise und umgestürzte Bäume. Auf der Linie S5 zwischen Friedrichsfelde Ost und Wuhletal fiel der Verkehr zeitweise komplett aus. Die Feuerwehr war im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, um vollgelaufene Keller und Straßen zu pumpen. Wie die Feuerwehr mitteilte, gab es bis zum Nachmittag rund 200 wetterbedingte Einsätze.
WTA-Turnier evakuiert
Das WTA-Tennisturnier im Berliner Steffi-Graf-Stadion musste am Sonntagnachmittag unterbrochen und das Stadion evakuiert werden. Die Veranstalter reagierten damit auf die heraufziehenden Gewitterzellen. Zuschauer und Spieler wurden in Sicherheit gebracht. Wie ein Sprecher des Turniers mitteilte, wurde der Spielbetrieb nach Abzug der Unwetter später wieder aufgenommen. „Die Sicherheit der Spieler und Fans hat oberste Priorität“, so der Sprecher.
Starkregen und Hagel
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits am Vormittag eine Unwetterwarnung der Stufe 3 (markantes Wetter) für Berlin und Brandenburg herausgegeben. Am Nachmittag entluden sich die Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. In Teilen Berlins fielen innerhalb einer Stunde bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Besonders betroffen waren die Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick.
Verkehrsbehinderungen auch auf Straßen
Neben der S-Bahn war auch der Straßenverkehr betroffen. Mehrere Hauptstraßen, darunter die Frankfurter Allee und die Karl-Marx-Allee, standen zeitweise unter Wasser. Die BVG meldete Umleitungen bei mehreren Buslinien. Autofahrer wurden gebeten, überflutete Unterführungen zu meiden. Die Polizei sperrte mehrere Abschnitte. Am späten Nachmittag entspannte sich die Lage langsam, die S-Bahn nahm den Betrieb schrittweise wieder auf.



