Die Erweiterung der Potsdamer Grundschule am Telegrafenberg verzögert sich erneut. Wie das Rathaus am Freitag mitteilte, werden das zweite Obergeschoss des Erweiterungsbaus sowie die Modulsporthalle voraussichtlich nicht wie geplant zum Schuljahresbeginn im August fertig sein. Eltern und Schule seien bereits informiert worden.
Alternative Lösungen für den Schulbetrieb gesucht
Die Stadt suche noch nach einer Alternative für die Schülerinnen und Schüler, teilte Rathaussprecherin Juliane Grimm mit: „Wir arbeiten daher mit Hochdruck daran, tragfähige Alternativen zu prüfen und eine verlässliche Lösung für den Schulbetrieb zum Beginn des kommenden Schuljahres zu entwickeln.“ Sobald man belastbare Aussagen zum weiteren Vorgehen treffen könne, werde die Stadt Schule und Elternschaft informieren. „Wir gehen davon aus, dass dies Ende Juli der Fall sein wird“, so die Sprecherin. Mit der Schulleitung stehe man dazu im Austausch.
Gründe für die Verzögerung: Fehlende Prüfberichte und verspäteter Stromanschluss
Als Grund für die Verzögerungen nennt die Stadt zwei Ursachen: Einerseits fehle die bauaufsichtliche Genehmigung für das zweite Obergeschoss bislang noch. Hintergrund sei ein noch fehlender Prüfbericht zu brandschutztechnischen und sicherheitsrelevanten Aspekten der beauftragten Materialprüfungsanstalt. Die notwendigen Brandversuche seien bereits im April abgeschlossen worden. Die obere Bauaufsicht benötige den Prüfbericht für die Genehmigung.
Zudem stünden an der Haustechnik der Modulsporthalle noch Restarbeiten an, so die Sprecherin. Deren Fertigstellung verzögere sich, „weil die Energieversorgung erst verspätet bereit gestellt werden konnte“. Wegen dieser Verzögerung habe man das ausführende Unternehmen neu beauftragen müssen.
Auswirkungen auf den Schulbetrieb
Ursprünglich sollten die Erweiterungsbauten bereits im Schuljahr 2025/26 in Betrieb genommen werden. Von dem Plan musste sich die Stadt unter anderem wegen Personalengpässen und Lieferschwierigkeiten verabschieden. In der Folge mussten unter anderem zwei Klassen aufs nahegelegene Humboldt-Gymnasium ausweichen. Ziel der Stadt sei es, den Erweiterungsbau und die Sporthalle „schnellstmöglich im kommenden Schuljahr in Betrieb nehmen zu können“, erklärte die Sprecherin jetzt.



