Die Aufgabe der Heimatschützer gewinnt in politisch unruhigen Zeiten an Bedeutung. Mehr als 600 Soldatinnen und Soldaten der Heimatschutzdivision trainieren derzeit an mehreren Standorten in Niedersachsen, Bayern und Hessen. Auf dem Truppenübungsplatz Bergen sicherten sie die Entladung von Kettenfahrzeugen der Panzergrenadierbrigade 37. Der Großteil der Beteiligten sind Reservedienstleistende.
Die Bundeswehr stellte im vergangenen Jahr eine neue Division für den Heimatschutz auf. Sie ist der vierte Großverband des Heeres. Die Soldaten der Heimatschutzdivision – zunächst insgesamt etwa 6.000 – sollen Infrastruktur wie Häfen, Flughäfen, Brücken, Bahnlinien und Energieanlagen schützen, einen Truppenaufmarsch Verbündeter absichern und Amtshilfe bei Katastrophen leisten.
Wegen der veränderten Sicherheitslage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat der Heimatschutz mehr Bedeutung bekommen und soll insgesamt verstärkt werden. Bislang wurden die Heimatschutzkräfte von den Landeskommandos der 16 Bundesländer geführt. Inzwischen gibt es sechs Heimatschutzregimenter als Teil der neuen Division, die von Generalmajor Andreas Henne geführt wird.
In Friedenszeiten unterstützen Heimatschützer andere Einheiten der Bundeswehr bei Sicherungsaufgaben, der Objektsicherung und logistischen Abläufen. Sie helfen auch bei der Bewältigung von Naturkatastrophen oder schweren Unfällen.



