Das Institut für Klassische Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) steht nach monatelangen Protesten von Studierenden und Lehrenden offenbar kurz vor der Schließung. Der Fachschaftsrat hat einen Pappsarg als Mahnmal aufgestellt, um auf die drohende Einstellung des Studiengangs aufmerksam zu machen. „Wir kämpfen nicht nur für uns, sondern für die gesamte Geisteswissenschaft“, sagte ein Sprecher der Studierendenvertretung.
Sparpläne der Universitätsleitung
Die HU-Leitung plant, das Institut im Zuge von Sparmaßnahmen aufzulösen. Betroffen wären rund 200 Studierende und mehrere Lehrstühle. Die Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen. „Die Archäologie ist ein Aushängeschild der HU und international renommiert“, kritisierte ein Professor des Instituts. Die Studierenden fordern den Erhalt aller Stellen und die Sicherung der Lehre.
Proteste und Solidarität
Seit Monaten organisieren die Studierenden Demonstrationen und Informationsveranstaltungen. Auch andere Fachbereiche haben sich solidarisch gezeigt. „Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren“, so ein Aktivist. Die Universitätsleitung verweist auf die angespannte Haushaltslage und betont, dass alle Optionen geprüft würden. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen.



