Im Berliner Zoo gibt es ab diesem Wochenende einen neuen Attraktion: einen jungen Komodowaran. Das Männchen mit dem Namen Drakaris ist etwa 1,35 Meter lang und stammt aus Spanien. Der Zoo teilte mit, dass die Echse nun im „Reich der Jäger“ lebt. Noch ähnle der Neuberliner eher dem kleinen Tabaluga als einem mächtigen Drachen, hieß es.
Größte Echsen der Welt
Komodowarane sind die größten Echsen der Welt. Sie können über drei Meter lang werden, wobei mehr als die Hälfte der Körperlänge auf den kräftigen Schwanz entfällt. Dieser dient als wichtiges Werkzeug für Balance und Verteidigung. Die Tiere erreichen ein Gewicht von bis zu 80 Kilogramm. Drakaris wiegt derzeit lediglich 3,8 Kilogramm.
Herkunft und Name
Geboren wurde Drakaris im März 2023 im Bioparc Fuengirola in Südspanien, zusammen mit seinen Geschwistern Juanito, Fénix, Embum und Saya. Sein Name ist eine Anlehnung an die Serie „Game of Thrones“, wo „Dracarys“ in der fiktiven Sprache Hochvalyrisch „Drachenfeuer“ bedeutet. Der Zoo erklärte: „Klauen, Schuppen, gespaltene Zunge und ihr tödlicher Biss erinnern an die mystischen Fantasiewesen aus Legenden und Filmen.“
Reptilien-Kurator Markus Klamt sagte: „Wenn ein Komodowaran einzieht, dann bringt er natürlich eine gewisse Drachen-Ästhetik mit sich, auch wenn unser Drakaris aktuell noch eher ein kleiner Drache ist.“ Besucher können seine Entwicklung in den kommenden Jahren verfolgen. Erst mit etwa neun Jahren sind Komodowarane vollständig ausgewachsen und geschlechtsreif.
Lebensweise und Jagd
Komodowarane stammen von den indonesischen Inseln Komodo, Rinca, Flores, Gili Dasami und Gili Motang. „Dort jagen sie alles, von kleinen Säugetieren bis hin zu großen Huftieren“, berichtet der Zoo. Mit ihrer gespaltenen Zunge nehmen sie Gerüche wahr und können Beute über mehrere Kilometer wittern. Trotz ihres massigen Körpers sind sie schnelle Jäger. Ein Gift aus Drüsen im Unterkiefer hilft ihnen bei der Jagd auf große Säugetiere. „Ein ausgewachsener Komodowaran kann ein 30-Kilogramm-Wildschwein in nur 17 Minuten verputzen. Danach sind die Tiere oft für bis zu zwei Wochen satt.“
Außer in Berlin werden die großen Echsen deutschlandweit nur noch in zwei weiteren zoologischen Einrichtungen gehalten, so der Zoo.



