Einer der besten Torhüter in der Geschichte von Lok Leipzig feiert am 7. Juli seinen 60. Geburtstag: Maik Kischko. Der gebürtige Delitzscher wurde vor allem durch eine unvergessliche Partie im Jahr 1993 bekannt, als er mit dem damaligen Bundesliga-Aufsteiger VfB Leipzig beim großen Favoriten Borussia Dortmund antrat.
Das Jahrhundertspiel in Dortmund
Am 7. September 1993 reiste der VfB Leipzig als krasser Außenseiter zum BVB. Trotz zweier Platzverweise für Franklin Bittencourt und Helmut Gabriel gelang Jürgen Rische in der 9. Spielminute das Tor zum 1:0-Sieg. Der Erfolg war vor allem Kischko zu verdanken, der an diesem Tag eine überragende Leistung zeigte und jede Dortmunder Chance vereitelte. Die Fans des Gegners feierten ihn nach dem Abpfiff lautstark – ein einmaliges Ereignis, das bis heute nachwirkt.
„Man wird schon hin und wieder drauf angesprochen“
„Man wird schon hin und wieder drauf angesprochen“, verrät Kischko, der inzwischen auch Opa ist. „Aber es wird weniger, weil ich auch weniger im Sport unterwegs bin.“ Nachdem sein Vertrag als Torwarttrainer bei Lok Leipzig vor einigen Jahren nicht verlängert wurde, hat er mit dem Fußball nicht mehr viel zu tun. „Ich mache für mich noch ein bisschen was, um fit zu bleiben. Ich habe ein Rudergerät zu Hause, ein Trampolin und ein Ergometer“, sagt er und fügt grinsend hinzu: „Vom Ergometer kannst du jederzeit absteigen. Auf dem Fahrrad musst du irgendwann zurückfahren. Da nutze ich den faulen Punkt gut aus.“
Ruhiger Geburtstag an der Ostsee
Seinen runden Geburtstag feiert Kischko, der beim Gebäudedienstleister WISAG arbeitet, ganz gemütlich im engsten Kreis an der Ostsee. „Ich habe kein Problem mit der Zahl. Es ist so, wie es ist. Ich mache da auch keinen Trubel draus. Ich habe meine Geburtstage nie gefeiert, weil ich nie Zeit hatte, zu dieser Zeit als Spieler meist im Trainingslager war. Jetzt mache ich einen ruhigen im Urlaub, gehe schön essen mit meiner Frau. Alles schön und gut.“ So wie man ihn kennt: Kischko war nie einer, der sich in den Mittelpunkt stellte.



