Das Sandmännchen, eine Kultfigur aus DDR-Zeiten, soll künftig enger mit dem Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf verbunden werden. Lokalpolitiker planen, den Bezirk offiziell als Herkunftsort der beliebten Fernsehfigur zu etablieren. Eine Umbenennung in „Sandmännchen-Bezirk“ wird diskutiert.
Sandmann aus Mahlsdorf
Wenige wissen, dass das Männchen mit der roten Mütze ursprünglich aus Berlin-Mahlsdorf stammt. Dieser Ortsteil gehört zum Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die Figur begleitete Generationen von Kindern mit dem Lied „Sandmann, lieber Sandmann …“ in den Schlaf. Nun wollen Lokalpolitiker diese Verbindung stärken und den Bezirk als „Sandmännchen-Bezirk“ bekannt machen.
Pläne der Lokalpolitiker
Die Idee stammt von Bezirksverordneten, die einen Antrag eingebracht haben. Sie schlagen vor, den Bezirk offiziell umzubenennen oder zumindest mit einem Zusatz zu versehen. Ziel ist es, Touristen anzulocken und die lokale Identität zu stärken. Die Kosten für eine Umbenennung sollen gering gehalten werden, indem beispielsweise nur Ortseingangsschilder ausgetauscht werden.
Reaktionen aus der Bevölkerung
Die Reaktionen der Anwohner sind gemischt. Viele begrüßen die Idee, da das Sandmännchen positive Erinnerungen weckt. Andere befürchten einen zu großen Aufwand oder sehen keinen Mehrwert. Die Bezirksverordnetenversammlung wird in den kommenden Wochen über den Antrag abstimmen. Sollte er angenommen werden, wäre Marzahn-Hellersdorf der erste Berliner Bezirk, der nach einer Fernsehfigur benannt ist.



