Fast fünf Jahre nach ihrem Auszug aus dem Kanzleramt wird das offizielle Porträt der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel der Öffentlichkeit präsentiert. Die Enthüllung findet im Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel statt, wo das Gemälde drei Monate lang zu sehen sein wird, bevor es im Herbst seinen endgültigen Platz in der Regierungszentrale einnimmt.
Ein neues Bild für die Kanzlergalerie
Das Porträt stammt von dem bisher weitgehend unbekannten Künstler Jérémie Queyras. Es wird die Lücke in der Kanzlergalerie im ersten Stock des Kanzleramts schließen, wo die Porträts aller Bundeskanzler bis Gerhard Schröder hängen. Schröder ließ sich 2007 von Jörg Immendorff malen. Seitdem wurde kein neues Porträt mehr in die Galerie aufgenommen – bis jetzt.
Merkel selbst äußerte sich kürzlich in der „Zeit“ wenig euphorisch über den Anlass: „Da häng ich dann eben. Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird.“ Die Altkanzlerin hatte sich mit der Entscheidung für einen Künstler und der Fertigstellung des Gemäldes viel Zeit gelassen.
Noch kein Porträt von Olaf Scholz
Neben Merkel fehlt in der Galerie auch noch ein Porträt von Olaf Scholz. Laut Angaben aus seinem Büro hat sich der amtierende Bundeskanzler noch nicht für einen Künstler entschieden. Wann sein Gemälde fertiggestellt wird, ist daher unklar.
Das Porträt Merkels ist das erste neue Bild in der Kanzlergalerie seit fast 20 Jahren. Die Ausstellung im Bode-Museum bietet der Öffentlichkeit die Gelegenheit, das Werk vor seinem Umzug ins Kanzleramt zu besichtigen.



