Palais auf Schwanenwerder: Kehrtwende im Bauausschuss
Palais auf Schwanenwerder: Kehrtwende

Der geplante Neubau eines historisierenden Palais auf der exklusiven Havelinsel Schwanenwerder in Nikolassee sorgte für eine politische Kehrtwende. Nachdem der Stadtplanungsausschuss das Vorhaben zunächst abgelehnt hatte, wurde es nun doch genehmigt. Die Entscheidung fiel nach intensiven Diskussionen über die städtebauliche Integration und den Denkmalschutz.

Die Vorgeschichte: Ablehnung und Neubewertung

Das Grundstück an der Inselstraße 32a auf Schwanenwerder ist derzeit noch mit alten Gebäuden bestückt. Der Eigentümer plant, diese durch einen Neubau im historischen Stil zu ersetzen. Der Stadtplanungsausschuss lehnte das Projekt zunächst ab, da es nicht den geltenden Bebauungsplänen entsprach. Doch nach einer erneuten Prüfung und Anpassung der Pläne stimmte der Ausschuss nun zu. Ein Sprecher des Bezirks erklärte: „Die überarbeiteten Entwürfe berücksichtigen nun die Auflagen zum Denkmalschutz und zur Einfügung in das Landschaftsbild.“

Details des Bauvorhabens

Das neue Palais soll in einer Größe von etwa 800 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Es wird sich architektonisch an den Villen der Jahrhundertwende orientieren, die die Insel prägen. Die Höhe des Gebäudes wurde auf maximal 12 Meter begrenzt, um die Silhouette der Insel nicht zu beeinträchtigen. Zudem sind umfangreiche Grünflächen und eine naturnahe Gestaltung des Uferbereichs vorgesehen. Die Baukosten werden auf rund 5 Millionen Euro geschätzt.

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Reaktionen und Auswirkungen

Die Entscheidung stößt auf geteiltes Echo. Anwohner begrüßen die Aufwertung des Gebiets, während Naturschützer die Versiegelung von Flächen kritisieren. Der Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, Michael Karnetzki (SPD), betonte: „Wir haben einen Kompromiss gefunden, der den Erhalt des Charakters von Schwanenwerder sichert und gleichzeitig zeitgemäßes Wohnen ermöglicht.“ Mit der Genehmigung ist der Weg für den Baubeginn noch in diesem Jahr frei.

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