Am Donnerstagnachmittag sorgte eine Panne auf dem Berliner Stadtportal berlin.de für Irritationen. Unter der Rubrik „Aktuelle Mitteilungen des Presse- und Informationsamts und der Senatsverwaltungen“ wurden plötzlich alte Meldungen als Topmeldungen angezeigt. Diese enthielten veraltete Namen, falsche Daten und längst überholte Sachverhalte.
Veraltete Inhalte und falsche Namen
Zu den irreführenden Meldungen gehörten unter anderem eine angebliche Vorzugsimpfung für 12.000 Berliner Polizisten mit dem Impfstoff AstraZeneca – ein Thema aus der Anfangszeit der Corona-Impfungen – sowie eine neue Kampagne im Strafvollzug und ein Verbot der Vereinigung „Jama’atu Berlin“ alias „Tauhid Berlin“. Die Pressemitteilungen trugen alle das Datum 23.07.2026, doch die darin genannten Personen waren nicht mehr im Amt. So wurde Innensenator Andreas Geisel erwähnt, während die aktuelle Innensenatorin Iris Spranger (SPD) heißt. Statt Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) ist mittlerweile Felor Badenberg (CDU) Justizsenatorin.
Reaktionen und Ursachensuche
Ein Anruf in der Justizverwaltung ergab, dass dort die eigene Presseseite korrekt war. Der Fehler betraf offenbar nur die Sammelauflistung aller Senatsverwaltungen auf berlin.de. Eine sofortige Aufklärung war nicht möglich, da dort niemand mehr erreichbar war. Die Ursache – ob ein Computerfehler oder ein Hackerangriff – blieb zunächst unklar. „Aufklärung dann morgen“, so die Einschätzung eines Redakteurs. Die Panne zeigt, wie wichtig regelmäßige Überprüfungen von Online-Inhalten sind, um Verwirrung in der Öffentlichkeit zu vermeiden.



