Neue Polizeikontrolle gegen Viehdiebstähle in Brandenburg
Polizei kontrolliert Viehtransporter in Brandenburg

Die Polizei in Brandenburg hat ihre Bemühungen zur Aufklärung von Viehdiebstählen mit einer erneuten Kontrollaktion intensiviert. Am Parkplatz Siethener Elsbruch an der Autobahn 10 im Landkreis Teltow-Fläming wurden gemeinsam mit dem Veterinäramt vor allem Tiertransporter überprüft. Insgesamt kontrollierten die Beamten 18 Lastwagen, wobei ein Verstoß gegen Transportvorgaben bei Tieren sowie neun Ordnungswidrigkeiten festgestellt wurden.

Bislang keine Erfolge bei der Jagd nach den Tätern

Innenminister Jan Redmann (CDU) gab im Innenausschuss des Landtags bekannt, dass man noch keinen Treffer erzielt habe. Möglicherweise werde das Pflaster für Viehdiebstähle im Land Brandenburg zu heiß, so der Minister. Die Polizei arbeite eng mit benachbarten Bundesländern, der Bundespolizei und Polen zusammen. Seit März wurden laut Redmann 244 Rinder von Weiden und aus Ställen gestohlen, was einen Gesamtschaden von 335.000 Euro verursacht hat. Bislang waren vier Fälle bekannt – drei im Süden und einer im Westen Brandenburgs. Der Landesbauernpräsident Henrik Wendorff vermutet, dass die Tiere illegal im Ausland geschlachtet werden. Die Ermittlungsgruppe „Weide“ wurde eingerichtet, um die Diebstähle aufzuklären.

Mögliche Verbindungen nach Thüringen

Die Ermittler prüfen auch eine mögliche Verbindung nach Thüringen, wo es in der Vergangenheit ähnliche Fälle gab. Redmann erklärte, man schaue, ob es sich um dieselbe Bande handeln könnte. Vor zwei Jahren verschwanden Rinder aus Ställen in Udestedt im Landkreis Sömmerda und Hildburghausen in Südthüringen. Der Chef der Agrargenossenschaft Pfersdorf, Toralf Müller, vermutete damals, dass gewerbsmäßige Banden am Werk waren. Die aktuellen Kontrollen sind Teil der verstärkten Bemühungen, die Diebstahlserie zu stoppen.

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