Polizeichef packt aus: So wurden Dealer aus München vertrieben
Polizeichef: So vertrieben wir Dealer aus München

München – Der Alte Botanische Garten in der bayerischen Landeshauptstadt galt lange als gefährlicher Brennpunkt. Drogendealer, Gewalttaten und sexuelle Belästigungen waren an der Tagesordnung. Anwohner und Besucher fühlten sich unsicher. Doch nun hat sich die Lage drastisch verbessert. Polizeipräsident Thomas Hampel gibt exklusive Einblicke, wie die Polizei die Dealer erfolgreich vertrieben hat.

Massive Polizeipräsenz als Schlüssel

Die erste und wichtigste Maßnahme war die deutliche Erhöhung der Polizeipräsenz. „Wir haben rund um die Uhr Beamte im Einsatz gehabt, sowohl uniformiert als auch zivil“, erklärte Hampel. Dies habe nicht nur abschreckend auf Kriminelle gewirkt, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt. „Die Dealer wussten, dass sie jederzeit kontrolliert werden konnten. Das hat ihnen das Geschäft erschwert.“

Technische Überwachung und Verbote

Neben der personellen Verstärkung setzte die Polizei auf moderne Technik. „Wir haben zusätzliche Videokameras installiert, die eine lückenlose Überwachung des gesamten Gartens ermöglichen“, so Hampel. Zudem wurden strengere Verbote erlassen, etwa ein Alkoholverbot und ein Aufenthaltsverbot für bestimmte Personengruppen. „Diese Maßnahmen haben den Druck auf die Dealer weiter erhöht. Sie konnten sich nicht mehr ungestört organisieren.“

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Zusammenarbeit mit der Stadt

Ein weiterer Erfolgsfaktor war die enge Kooperation mit der Stadtverwaltung. „Wir haben gemeinsam mit der Stadt Konzepte entwickelt, um den Park attraktiver und sicherer zu machen“, berichtete der Polizeichef. Dazu gehörten eine bessere Beleuchtung, die Entfernung von Gebüsch als Versteckmöglichkeiten und regelmäßige Reinigungsaktionen. „Der Park soll ein Ort der Erholung sein, nicht der Kriminalität.“

Erfolge und Ausblick

Die Bilanz nach wenigen Monaten ist beeindruckend: Die Zahl der Straftaten im Alten Botanischen Garten ist drastisch gesunken. „Wir haben eine Reduzierung um über 80 Prozent verzeichnet“, freut sich Hampel. Auch die Beschwerden von Anwohnern seien nahezu auf Null zurückgegangen. „Die Dealer haben gelernt, dass München kein guter Ort für ihr Geschäft ist. Sie sind abgewandert.“

Dennoch warnt der Polizeipräsident vor zu viel Optimismus: „Wir müssen wachsam bleiben. Die Dealer sind flexibel und suchen sich neue Orte. Deshalb werden wir unsere Maßnahmen fortsetzen und gegebenenfalls anpassen.“ Langfristig sei das Ziel, den gesamten öffentlichen Raum in München sicherer zu machen. „Der Erfolg im Alten Botanischen Garten zeigt, dass konsequentes Handeln Wirkung zeigt.“

Für die Zukunft plant die Polizei, ähnliche Konzepte auch auf andere Problemviertel auszuweiten. „Wir haben bewiesen, dass wir Kriminalitäts-Hotspots effektiv bekämpfen können. Das ist ein Signal an alle Kriminellen: In München ist kein Platz für Drogenhandel und Gewalt.“

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