Potsdam: Förderverein für Synagogenzentrum mit Platzeck gegründet
Potsdam: Förderverein für Synagogenzentrum gegründet

In Potsdam ist in dieser Woche ein Förderverein für das neue Synagogenzentrum gegründet worden. Das bestätigte die CDU-Landtagsabgeordnete Kristy Augustin, die zusammen mit ihrem SPD-Landtagskollegen Johannes Funke zu den Gründungsmitgliedern gehört. Zum ersten Vorsitzenden wurde nach Angaben Augustins der frühere Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) in Abwesenheit gewählt.

Ziele des Fördervereins

Der Verein will nach eigenen Angaben das jüdische Leben in der Landeshauptstadt sichtbarer machen und den Betrieb des Synagogenzentrums finanziell unterstützen. Das Zentrum wurde 2024 in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Nähe des Landtags eröffnet.

Uni Potsdam und Levinson-Stiftung vertiefen Partnerschaft

Zudem vertieft die Universität Potsdam ihre Partnerschaft mit der vom Zentralrat der Juden gegründeten Nathan-Peter-Levinson-Stiftung. Die Stiftung betreibt das Abraham-J.-Heschel-Seminar für die konservative Rabbinerausbildung, das Regina-Jonas-Seminar für die liberale Rabbinerausbildung sowie das Louis-Lewandowski-Seminar für die Kantorenausbildung. Sie wurde in der vergangenen Woche offiziell als „An-Institut“ der Universität Potsdam anerkannt. Damit hat sie denselben Status wie das Abraham-Geiger-Kolleg, das nach den Skandalen um seinen Gründer Walter Homolka von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin getragen wird.

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Reaktionen und Bedeutung

„Die Stiftung bereichert unser akademisches Umfeld in besonderer Weise und stärkt die Ausbildung jüdischer Geistlicher in Deutschland nachhaltig“, sagt Universitätspräsident Oliver Günther. „Die Anerkennung als An-Institut ist Ausdruck des Vertrauens und der gemeinsamen Perspektive, die wir in den vergangenen Jahren seit unserer ersten Kooperationsvereinbarung im September 2024 entwickelt haben.“ Auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, betonte in dieser Woche, dass die Zukunft des Judentums wesentlich von den Menschen abhänge, die als Rabbinerinnen, Rabbiner, Kantorinnen und Kantoren Verantwortung in unseren Gemeinden übernehmen. „Deshalb ist die Ausbildung geistlichen Personals von zentraler Bedeutung“, sagte Schuster.

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