Zum Jahresbeginn waren in Deutschland 49,5 Millionen Pkw zugelassen – ein neuer Rekord. In Sachsen liegt die Autodichte jedoch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt: Mit 544 Pkw pro 1.000 Einwohner ist der Freistaat das Flächenland mit der geringsten Pkw-Dichte. Das geht aus dem Regionalatlas Deutschland hervor, wie das Statistische Landesamt mitteilte.
Ostdeutsche Länder unter dem Schnitt
Bundesweit kommen durchschnittlich 593 Pkw auf 1.000 Einwohner. Sachsen bleibt mit 544 deutlich darunter. Noch niedriger sind die Werte nur in den Stadtstaaten Berlin (330), Bremen (427) und Hamburg (432). Die höchste Pkw-Dichte verzeichnet das Saarland mit 649 Pkw pro 1.000 Einwohner. Auch die anderen ostdeutschen Flächenländer liegen unter dem gesamtdeutschen Schnitt: Mecklenburg-Vorpommern (566), Thüringen (572), Sachsen-Anhalt (577) und Brandenburg (588).
Leipzig mit niedrigster Dichte in Sachsen
Innerhalb Sachsens weist Leipzig mit 380 Pkw je 1.000 Einwohner die geringste Dichte auf – bundesweit der zweitniedrigste Wert nach Berlin. Die meisten Autos pro Einwohner finden sich im Erzgebirgskreis mit 644 Pkw pro 1.000 Einwohner. Dieser Stadt-Land-Unterschied spiegelt eine deutschlandweite Tendenz wider: In Ballungsräumen mit gutem öffentlichen Nahverkehr ist der Verzicht auf ein Auto leichter möglich.
Insgesamt waren in Sachsen zum 1. Januar 2.188.519 Pkw zugelassen, rund 2.000 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 0,3 Prozent.
Bundesweit neuer Rekord bei Pkw-Dichte
Deutschlandweit stieg die Zahl der zugelassenen Autos binnen eines Jahres um rund 150.000 auf 49,5 Millionen. Die Fahrzeugdichte erhöhte sich um drei auf 593 Pkw pro 1.000 Einwohner – ebenfalls ein Rekordwert. In allen Flächenstaaten nahm die Dichte zu. Ein gegensätzlicher Trend zeigte sich nur in den Stadtstaaten: In Berlin und Bremen sank die Zahl der Autos pro Einwohner, in Hamburg stagnierte sie.
Der Regionalatlas Deutschland wird jährlich vom Statistischen Bundesamt und den Statistischen Landesämtern erstellt und liefert detaillierte Daten zur regionalen Entwicklung.



