In der Aula des Potsdamer Dalton-Gymnasiums drängten sich am Dienstag die Fernsehteams. Gleich drei Minister gaben sich an der von Reformpädagogik geprägten, modern ausgestatteten Schule in der ehemaligen Ulanenkaserne ein Stelldichein: Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) waren in die Landeshauptstadt gekommen, um mit Schülern über den Schutz junger Menschen im digitalen Raum zu diskutieren.
Intensive Debatte über Social-Media-Nutzung
Die Diskussion drehte sich vor allem um die Frage, ob ein Social-Media-Verbot für Jugendliche sinnvoll sei. Die Ministerinnen und der Minister waren sich einig, dass ein pauschales Verbot nicht der richtige Weg sei. Vielmehr müsse man auf Aufklärung und Medienkompetenz setzen. „Alles nur laufen zu lassen, ist keine Option“, betonte Prien. Sie plädierte für eine verantwortungsvolle Nutzung sozialer Medien und mehr Unterstützung für Eltern und Lehrer.
Künstliche Intelligenz im Fokus
Ein weiteres Thema war der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Schüler zeigten großes Interesse an den Chancen und Risiken von KI. Hubig hob hervor, dass die Justiz hier vor neuen Herausforderungen stehe, etwa bei der Regulierung von Deepfakes oder algorithmischer Diskriminierung. Hoffmann ergänzte, dass Brandenburg bereits Projekte zur digitalen Bildung vorantreibe, um Jugendliche fit für die Zukunft zu machen.
- Bundesbildungsministerin Prien betonte die Notwendigkeit von Medienkompetenz.
- Justizministerin Hubig wies auf rechtliche Aspekte von KI hin.
- Bildungsminister Hoffmann stellte Initiativen in Brandenburg vor.
Die Veranstaltung zeigte, dass das Thema junge Menschen stark bewegt. Viele Schüler äußerten den Wunsch nach mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen, die sie direkt betreffen. Die Minister versprachen, die Anregungen aus der Diskussion in ihre Arbeit einfließen zu lassen.



