Spreepark bleibt dauerhaft auf Subventionen angewiesen
Spreepark bleibt dauerhaft auf Subventionen angewiesen

Berlin. Der Spreepark im Plänterwald, der 25 Jahre nach seiner Schließung im Frühjahr 2027 wiedereröffnet werden soll, wird dauerhaft auf Subventionen des Landes Berlin angewiesen sein. Das geht aus einer aktuellen Wirtschaftlichkeitsanalyse hervor, die der Senat in Auftrag gegeben hat. Demnach werden die Einnahmen des Vergnügungsparks die laufenden Kosten nicht decken können.

Finanzierungslücke erfordert jährliche Zuschüsse

Die Analyse zeigt, dass der Spreepark jährlich einen Zuschuss von rund 2,5 Millionen Euro benötigen wird, um betrieben werden zu können. Diese Summe soll aus dem Landeshaushalt kommen. Der Park, der auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Kulturparks entsteht, umfasst neben dem neuen Riesenrad auch mehrere Achterbahnen und andere Fahrgeschäfte. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf etwa 80 Millionen Euro.

Laut Joachim Fahrun, Chefreporter Landespolitik, der die Informationen exklusiv veröffentlichte, ist die Subventionsabhängigkeit bereits in der Planungsphase bekannt gewesen. „Der Spreepark wird nie profitabel sein können, dafür ist der Standort zu abgelegen und die Saison zu kurz“, zitiert Fahrun einen nicht namentlich genannten Senatsmitarbeiter.

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Wiedereröffnung nach 25 Jahren

Der Spreepark wurde 2001 geschlossen und lag jahrelang brach. Seit 2016 laufen die Planungen für eine Wiederbelebung. Der neue Park soll eine Mischung aus historischen Fahrgeschäften und modernen Attraktionen bieten. Das Riesenrad, das bereits installiert ist, soll eines der größten Deutschlands werden. Die Bauarbeiten sind derzeit im Gange, die Eröffnung ist für April 2027 geplant.

Kritik kommt von der Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus. Die FDP-Fraktion bezeichnete die Subventionen als „Steuerverschwendung“ und forderte eine alternative Nutzung des Geländes. Die Grünen hingegen betonten den kulturellen Wert des Parks und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Wirtschaftliche Tragfähigkeit angezweifelt

Bereits in der Vergangenheit gab es Zweifel an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Projekts. Ein Gutachten aus dem Jahr 2020 hatte prognostiziert, dass der Park nur mit öffentlichen Mitteln überleben könne. Die jetzige Analyse bestätigt diese Einschätzung. Der Senat hält dennoch an dem Projekt fest, da es als touristische Attraktion und Naherholungsgebiet für Berliner gilt.

Die Betreibergesellschaft, die mehrheitlich dem Land Berlin gehört, plant, die Einnahmen durch Eintrittsgelder und Gastronomie zu generieren. Doch selbst bei optimistischen Besucherzahlen von 500.000 Gästen pro Jahr reichen die Erlöse nicht aus, um die Betriebskosten zu decken.

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