Nach dem schweren Straßenbahnunfall in Berlin-Lichtenberg, bei dem am Dienstag 20 Menschen verletzt wurden, laufen die Aufräum- und Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hoffen, die Strecke bis Freitag wieder freigeben zu können.
Bergung des entgleisten Zuges
In der Nacht zum Donnerstag haben Einsatzkräfte den entgleisten Zug in mehrere Teile zerschnitten, geborgen und abtransportiert. Die hinteren Wagenteile wurden per Schwerlasttransport weggebracht, die vorderen Teile zurück auf die Gleise gehoben und auf der Schiene abtransportiert. Parallel dazu begannen Teams der BVG mit der Reparatur der beschädigten Oberleitungen, Masten und Gleise.
Ursachenermittlung läuft
Die Polizei, die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) und die BVG untersuchen die Unfallursache. Medienberichten zufolge deuten Zeugenaussagen darauf hin, dass die Straßenbahn in der Kurve vor der Arnimstraße möglicherweise zu schnell war. Dabei riss die rechte Seite des Fahrzeugs auf, und der letzte Wagen sprang aus den Schienen.
Der Bus-Ersatzverkehr für die Linien M5 und M17 bleibt vorerst bestehen. Ein BVG-Sprecher erklärte: „Nach aktuellem Stand rechnen wir damit, die Arbeiten bis Freitag abschließen zu können.“



