Seit ihrem Amtsantritt im April steht Fatma Deniz, Präsidentin der Technischen Universität Berlin, vor einer Reihe von Herausforderungen. Die Universität, die gerade erst gemeinsam mit ihren Berliner Schwestern-Unis erneut zur Exzellenzuniversität gekürt wurde, kämpft derzeit mit zahlreichen Pannen und Störungen. IT-Ausfälle, Gebäudeschließungen und Schikanen durch die AfD belasten den Betrieb. Nach 100 Tagen im Amt stellt sich die Frage, wie sich Deniz in dieser schwierigen Phase bewährt.
IT-Pannen und Gebäudeschließungen belasten den Uni-Alltag
Bereits kurz nach ihrem Amtsantritt musste Deniz einen schwerwiegenden IT-Vorfall bewältigen. Ein Hackerangriff legte wichtige Systeme lahm und beeinträchtigte die Lehre. Hinzu kommen bauliche Probleme: Mehrere Gebäude mussten aufgrund von Schäden geschlossen werden, was zu Engpässen bei Hörsälen und Laboren führte. „Die IT-Panne hat uns gezeigt, wie anfällig unsere Infrastruktur ist“, so Deniz in einer internen Mitteilung.
AfD-Schikane als zusätzliche Belastung
Die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus nutzt die Probleme der TU für politische Angriffe. So forderte sie eine Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses, um die „Missstände“ an der Universität zu thematisieren. Deniz konterte mit sachlicher Aufklärung und betonte die Fortschritte bei der Digitalisierung. „Die TU Berlin arbeitet intensiv an Lösungen, die Angriffe der AfD sind politisch motiviert und helfen nicht weiter“, erklärte ein Sprecher der Universität.
Exzellenzstatus trotz Krisen
Trotz der Schwierigkeiten bleibt die TU Berlin eine der führenden Hochschulen Deutschlands. Die erneute Auszeichnung als Exzellenzuniversität unterstreicht die Stärken in der Spitzenforschung. Deniz setzt darauf, die Krise als Chance zu nutzen: „Wir werden die Investitionen in IT-Sicherheit und Gebäudesanierung verstärken, um langfristig stabiler aufgestellt zu sein.“
Stimmung an der Uni: Zwischen Verständnis und Kritik
Unter Studierenden und Beschäftigten ist die Stimmung gemischt. Viele zeigen Verständnis für die schwierige Ausgangslage, andere kritisieren die Kommunikation der Präsidentin. „Es gab zu viele Pannen in kurzer Zeit, aber Frau Deniz wirkt entschlossen“, so ein Professor der Ingenieurwissenschaften. Die Studierendenvertretung fordert mehr Transparenz bei der Krisenbewältigung.
Fatma Deniz selbst zeigt sich optimistisch: „Die ersten 100 Tage waren intensiv, aber wir haben wichtige Weichen gestellt. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Herausforderungen meistern werden.“



