Ein Fahndungserfolg der Ermittler: Zwei seit fünf Jahren vermisste Geschwister aus Cottbus sind wieder aufgetaucht. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag mitteilte, hat sich die Mutter nach einem bundesweiten öffentlichen Hinweisaufruf bei der Polizei in Seelow (Märkisch-Oderland) gemeldet. Die Identität der Kinder sei zweifelsfrei festgestellt worden. Der Fall war Teil der BKA-Kampagne „Spurlos verschwunden“, die am 25. Mai startete und auf die Suche nach vermissten Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen soll.
Hintergrund des Verschwindens
Die Geschwister, ein Mädchen und ein Junge, sind inzwischen zwölf und dreizehn Jahre alt. Laut Polizei wurden sie im Sommer 2021 von ihrer Mutter „ohne rechtliche Grundlage aus dem familiären Umfeld entzogen“. Wie die „Bild“ berichtete, waren einem Brief der Mutter zufolge die Corona-Maßnahmen im Jahr 2021 der Auslöser für ihre Entscheidung, unterzutauchen. Seitdem galten die Kinder als spurlos verschwunden.
Ermittlungen und Hinweise
In den vergangenen Jahren hatten die Ermittlungsbehörden immer wieder Hinweise auf mögliche Aufenthaltsorte der Familie erhalten. Nach jüngsten Erkenntnissen sollen sich Mutter und Kinder im Raum Frankfurt (Oder) aufgehalten haben. Dazu passt auch, dass sich die Mutter nun im knapp 27 Kilometer entfernten Seelow der Polizei gestellt hat. Es gab auch Hinweise, dass sie sich zeitweise in der Region Chemnitz aufgehalten haben könnten. Zudem sollen die Vermissten im Frühjahr 2023 auf einem Bauernhof im mecklenburgischen Buggenhagen gesehen worden sein.
Folgen des Untertauchens
Laut „Bild“ besuchen die Kinder seit ihrem Verschwinden offenbar keine Schule mehr. Ärztliche Untersuchungen seien seit 2021 nicht mehr dokumentiert, ein Krankenversicherungsschutz seit 2023 ebenfalls nicht. Die Behörden prüfen nun, welche weiteren Schritte notwendig sind, um das Wohl der Kinder sicherzustellen.
Die Kampagne „Spurlos verschwunden“ des BKA zielt darauf ab, die Öffentlichkeit für das Thema vermisster Kinder zu sensibilisieren und Hinweise zu generieren. In diesem Fall führte die Kampagne zu einem erfolgreichen Abschluss.



