Ziege legt Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt lahm: 289 Minuten Verspätung
Ziege legt Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt lahm

Eine entlaufene Ziege hat am Sonntag den Bahnverkehr zwischen dem Hauptbahnhof Stendal und Demker bei Tangerhütte in Sachsen-Anhalt zeitweise erheblich beeinträchtigt. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Tier auf den Gleisen gesichtet und gemeldet. Daraufhin machte sich eine Streife der Bundespolizei auf den Weg, um die Ziege einzufangen. Mehrere Versuche blieben jedoch zunächst erfolglos.

Streckensperrung und Zugausfälle

Um die Sicherheit im Zugverkehr zu gewährleisten, musste die Strecke zwischen Stendal und Demker vorübergehend gesperrt werden. Als die Ziege anschließend mehrere Gleise in der Nähe des Stendaler Hauptbahnhofs überquerte, wurde zeitweise sogar der gesamte Bahnverkehr im Bahnhof eingestellt. Dies führte zu erheblichen Verspätungen und Teilausfällen im Regionalverkehr.

Großeinsatz der Bundespolizei

Die Einsatzkräfte der Bundespolizei waren über eine Stunde lang damit beschäftigt, das Tier einzufangen. Erst durch einen Hinweis aus der Bevölkerung konnten die Beamten die Ziege im Stadtgebiet von Stendal ausfindig machen. Dort gelang es schließlich, das Tier einzukreisen und einzufangen. Anschließend brachten die Polizisten die Ziege unversehrt zu ihrem Besitzer zurück.

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Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Besitzer

Gegen den Halter der Ziege wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die genaue Höhe des Bußgeldes steht noch nicht fest. Die Polizei betonte, dass Tierhalter für die Sicherheit im Straßen- und Schienenverkehr verantwortlich sind und ihre Tiere ausreichend sichern müssen.

Bilanz: 289 Minuten Verspätung

Der Vorfall führte laut Polizei zu Verspätungen bei insgesamt zwölf Zügen, die sich auf insgesamt 289 Minuten summierten. Zudem fielen zwei Verbindungen teilweise aus. Die genauen wirtschaftlichen Schäden sind noch nicht beziffert, dürften aber im mittleren vierstelligen Bereich liegen.

Die Ziege selbst überstand das Abenteuer unbeschadet und wurde wohlbehalten an ihren Besitzer übergeben. Ob das Tier in Zukunft wieder ausbüxt, bleibt abzuwarten. Die Polizei empfiehlt Tierhaltern, ihre Zäune regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf zu verstärken.

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