117 tote Hunde in Tierheim in Kalifornien entdeckt – viele erschossen
117 tote Hunde in Kalifornien entdeckt

In einem Tierheim im kalifornischen Fortuna haben Ermittler die Leichen von 117 Hunden gefunden. Wie mehrere Medien am Wochenende übereinstimmend berichten, gruben Polizeikräfte in der vergangenen Woche auf dem Gelände des Tierheims nach Beweismitteln und stießen dabei mithilfe eines Bodenradars auf Massengräber. Die Hunde befanden sich den Berichten zufolge in verschiedenen Zuständen der Verwesung. Weiterhin fanden die Ermittler 21 Hundeschädel, dazu weitere Knochen und Tierüberreste, wie das Sheriffbüro des Humboldt County bekanntgab.

Polizei obduziert 70 Leichen – viele mit Schusswunden

Die Polizei obduzierte 70 Leichen, von denen viele Schusswunden aufwiesen. Auf dem Gelände wurden zudem 600 Halsbänder sichergestellt. Der lokale Sheriff sprach laut CNN von einem „grauenhaften Tatort“. Auch eine Scheune wurde ausfindig gemacht, in der die Tiere getötet worden sein sollen.

Tierschutzaktivistinnen gaben entscheidenden Hinweis

Die Ermittler waren seit April Hinweisen wegen möglichen Betrugs oder Tierquälerei nachgegangen, nachdem entdeckt worden war, dass Hunderte Tiere aus dem Heim verschwunden waren. Einem lokalen Medienbericht zufolge gaben zwei Tierschutzaktivistinnen dem Sheriffbüro den Tipp, dass auf dem Gelände Tiere getötet werden. Eine der Aktivistinnen besitzt demnach das Nachbargrundstück, auf dem sie unter anderem Wildtierkameras aufstellte, um die Aktivitäten im Tierheim zu verfolgen. Später entdeckte sie Überreste vergrabener Hunde auf dem Gelände, nachdem sie dort unerlaubt eingedrungen war. Die Tiere sollen noch warm gewesen sein und Schusswunden aufgewiesen haben.

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900 Tiere seit 2025 im Heim – nur 116 adoptiert

Sodann stellte die Polizei fest, dass 900 Tiere seit 2025 im Heim untergebracht worden waren. Allerdings wurden in der fraglichen Zeit nur 116 Hunde adoptiert, mehr als 700 Tiere waren unerfasst. Schließlich veranlasste das Sheriffbüro eine umfassende Durchsuchung des Heimgeländes – und wurde fündig.

Ermittler prüfen Beweismittel

Das Tierheim, genannt „Miranda’s Rescue Animal Sanctuary“, ist laut eigener Darstellung ein sogenannter No-Kill-Shelter. Das bedeutet, dass dort keine Tiere eingeschläfert werden sollen, etwa aus Platzmangel. Die Einrichtung nimmt Tiere aus anderen Heimen oder von Privatpersonen auf. Der Inhaber des Heims erklärte in einem Statement, die bisherige Berichterstattung habe „ein unvollständiges und, in manchen Fällen, fehlerhaftes Bild“ des Heims gezeichnet. Man schläfere nur in seltenen Fällen ein und nur, wenn das Tier an einer unheilbaren Krankheit leide oder eine Gefahr für andere darstelle. Der BBC zufolge hat die Polizei bisher keine Strafanzeige gegen den Betreiber erstattet. „Es gibt eine enorme Menge an Daten zu verarbeiten, Zeugen zu befragen und Beweismittel zu prüfen“, heißt es in einer Mitteilung des Sheriffbüros. Die Ermittlungen dauerten an.

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