In Brasilien hat es erneut einen Angriff auf eine Bildungseinrichtung gegeben. Ein 13-jähriger Schüler erschoss an einer Schule im Nordwesten des Landes zwei Menschen und verletzte zwei weitere. Der Vorfall ereignete sich an der Mittelschule Instituto São José in Rio Branco, der Hauptstadt des Bundesstaates Acre.
Der Jugendliche, der die Schule besuchte, wurde nach der Tat festgenommen. Nach Angaben der örtlichen Behörden handelt es sich bei den beiden Todesopfern um Mitarbeiter der Schule. Unter den Verletzten befindet sich ein elfjähriges Mädchen, das am Bein getroffen wurde. Der mutmaßliche Täter betrat das Schulgebäude und feuerte mehrere Schüsse auf einem Flur ab, der zum Büro des Schulleiters führt. Nach dem Angriff ergab er sich der Polizei.
Der Stiefvater des Schützen, dem die verwendete Pistole gehört, wurde ebenfalls festgenommen. Die Polizei ermittelt zudem gegen weitere Schüler, die möglicherweise mit dem Angreifer zusammengearbeitet haben. Die Regierung von Acre setzte den Unterricht an allen Schulen des Bundesstaates für drei Tage aus und mobilisierte psychologische Unterstützungsteams für Schüler und Lehrkräfte.
Brasilien verzeichnet in den vergangenen Jahren einen drastischen Anstieg von Angriffen auf Bildungseinrichtungen. Erst im September 2025 waren an einer Schule im nordöstlichen Bundesstaat Ceará zwei Jugendliche erschossen und drei weitere verletzt worden. Im Oktober 2023 kam es in São Paulo zu einem Schusswaffenvorfall, bei dem ein 17-jähriger Schüler starb. Im April 2023 tötete ein 25-jähriger Mann in einer Kindertagesstätte in Santa Catarina vier Kinder mit einer Axt.



