Mindestens 26 Tote bei Badeunfällen am Wochenende in Deutschland
26 Tote bei Badeunfällen am Wochenende

Am heißen Wochenende sind in Deutschland nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mindestens 26 Menschen beim Baden ums Leben gekommen. Bei allen Opfern handele es sich um Männer und Jungen. Die vorläufige Bilanz umfasst die Zeit von Freitag bis Sonntag. Die DLRG zählt dabei auch Vermisste mit, deren Identität bekannt ist, die aber noch nicht gefunden wurden. Bereits am Donnerstag hatte es den Angaben zufolge mindestens sieben weitere tödliche Unglücke gegeben.

Ein 31-Jähriger stirbt im Olchinger See

Ein 31-jähriger Mann ist im Olchinger See bei München untergegangen und gestorben. Zeugen hätten sofort die Wasserwacht gerufen, die den Mann aus dem Wasser holte. Er starb wenig später im Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelte es sich um einen Badeunfall – der Mann habe nicht schwimmen können.

Ein 84-Jähriger kam im Starnberger See ums Leben. Als er am späten Sonntagabend nicht nach Hause zurückkehrte, verständigte die Familie die Polizei. Rettungskräfte bargen den Rentner leblos; Reanimationsversuche blieben erfolglos.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vater rettet fünfjährigen Sohn in Trebgast

Ein Vater hat sein fünfjähriges Kind aus einem Badesee in Trebgast (Landkreis Kulmbach) gerettet. Als der Mann den Jungen zu fassen bekam, war er bereits bewusstlos. Der Fünfjährige hatte zuvor an einem Steg gespielt und war dann verschwunden. Ersthelfer reanimierten den Jungen; er wurde in eine Kinderklinik gebracht.

In der Talsperre Pöhl werden zwei Männer im Alter von 28 und 41 Jahren vermisst. Sie waren mit einer 27-jährigen Frau auf einem Tretboot unterwegs. Als die Männer ins Wasser gingen, wurden sie von der Strömung abgetrieben und verschwanden. Die Frau erreichte mit dem Tretboot unverletzt das Ufer. Polizeitaucher, ein Sonarboot, eine Unterwasserdrohne und Suchhunde sind im Einsatz. Die Suche wurde bei Einbruch der Dunkelheit unterbrochen.

73-Jähriger in der Alb gestorben

Strömungsretter der DLRG Ettlingen bargen einen Toten aus der Alb. Der 73-Jährige sei laut Polizei am Sonntag aufgrund einer inneren Ursache infolge der Hitze gestorben. Ob er sich in der Alb abkühlen wollte, konnte die Polizei nicht sagen. Eine Obduktion sei nicht geplant.

Die Berliner Feuerwehr berichtete von mehreren hundert zusätzlichen Hilfseinsätzen wegen der Hitze. Feuerwehrchef Karsten Homrighausen sagte im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, viele Menschen seien wegen Austrocknung, Hitzeschlag und weiteren Symptomen behandelt oder in Krankenhäuser gebracht worden. Vier Menschen seien ertrunken.

Hinzu kommen laut DLRG mindestens acht Menschen, die unter Reanimation ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Ein 15-Jähriger verletzte sich bei einem Sprung in einen Baggersee in Meißenheim (Baden-Württemberg) mindestens schwer.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration