35 Jahre Städtebauförderung: Rund vier Milliarden Euro für Brandenburgs historische Altstädte
35 Jahre Städtebauförderung: Rund vier Milliarden Euro für Brandenburgs historische Altstädte

Seit 1991 haben Städte und Gemeinden in Brandenburg rund vier Milliarden Euro aus der Städtebauförderung erhalten. Mit diesen Mitteln wurden historische Stadtkerne bewahrt, Quartiere erneuert und neue Orte geschaffen. Die Landesregierung würdigte zum Auftakt einer Wanderausstellung das Engagement vieler Beteiligter.

Kulturministerin Manja Schüle (SPD) bezeichnete den Denkmalschutz als „Liebeserklärung vieler engagierter Menschen“. Sie erinnerte an den Zustand vieler Altstädte vor 35 Jahren: „Fenster vernagelt, Fassaden bröckelig, ganze Straßenzüge kurz vor dem Aus.“ Bürger hätten damals entschlossen gehandelt: „Nicht mit uns. Nicht mit unserer Stadt.“

Bauminister Robert Crumbach (SPD) lobte Ideen, Mut und Tatkraft der Brandenburger. Sie hätten das Land in den vergangenen 35 Jahren „Haus für Haus, Straße für Straße und Platz für Platz schöner gemacht“. Die 4,1 Milliarden Euro stammen nach Angaben des Bauministeriums zu gleichen Teilen von Bund und Land.

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Insgesamt wurden 401 Städte und Gemeinden über spezielle Programme gefördert. Jeder Euro Städtebauförderung ziehe im Durchschnitt rund sieben Euro an privaten Investitionen nach sich, hinzu kommen kommunale Mittel. Ein Beispiel für den Wandel ist Potsdam, wo die historische Stadtmitte seit Jahren wieder aufgebaut wird – ein teils umstrittenes Projekt.

Eine Ausstellung am Brandenburger Tor in Potsdam zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Die Schau ist am 9. Mai in Neuruppin, am 21. Mai in Cottbus, vom 26. Mai bis 7. Juni in den Bahnhofspassagen Potsdam, am 30. Mai in Brandenburg an der Havel und im September in Eberswalde zu sehen.

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