62,6 Grad: Berliner Stadtglatzen werden zur Gesundheitsgefahr
62,6 Grad: Berliner Stadtglatzen zur Gesundheitsgefahr

In Berlin herrscht extremes Fieber: Am vergangenen Sonntag wurden auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof 62,6 Grad Oberflächentemperatur gemessen. Das berichtet der Leitende Redakteur Felix Müller in der Morgenpost. Die Initiative Baumentscheid war mit Thermometern und Wärmebildkameras unterwegs, um die gesundheitsgefährdenden Temperaturen auf versiegelten Flächen – sogenannten „Stadtglatzen“ – zu dokumentieren.

Extreme Hitze auf Berlins Plätzen

Laut dem Bericht von Kollege Joachim Fahrun erreichte die Heidestraße in der neuen Europacity 59,9 Grad, der Platz zwischen Kanzleramt und Bundestag heizte sich auf 59 Grad auf. Auf dem Boulevard Unter den Linden wurden 56,7 Grad gemessen, auf der Friedrichstraße 55 Grad. Der Baumentscheid warnt: Bei diesen Temperaturen drohen bereits bei kurzem Barfußkontakt Verbrennungen zweiten Grades für Menschen und Haustiere.

Forderungen an die Politik

Die Aktivisten verbinden die Messungen mit klaren Forderungen an die Politik. Sie verlangen, dass die Offensive für mehr Stadtgrün und Straßenbäume schnell umgesetzt wird. „Die Zusagen müssen endlich Realität werden“, so die Initiative. Die Stadt müsse dringend handeln, um die Aufheizung zu bekämpfen.

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Weitere aktuelle Themen aus Berlin

Neben der Hitze beschäftigt Berlin auch die Krankenhaus-Finanzierung: Die Sparpläne der Bundesregierung kosten Berlins Kliniken 500 Millionen Euro. Die Krankenhäuser beklagen, dass ihre Bedenken ignoriert würden, und warnen vor Pleiten. In Steglitz eskalierte die Schusswaffengewalt: In der Holsteinischen Straße wurde ein 17-Jähriger angeschossen und schwebt in Lebensgefahr. Dennis Meischen berichtet. Positives gibt es vom Strandbad Müggelsee: Die Sanierung des beliebten Bades ist fast abgeschlossen, wie Philipp Hartmann meldet.

Ausblick und Veranstaltungen

Am heutigen Montag stehen unter anderem die Reaktivierung der Siemensbahn und die Vorstellung der Studie „Kultur als Standortfaktor“ an. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) und DB-Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek geben um 10 Uhr das Startsignal. Die Studie analysiert die ökonomische Bedeutung von Kultur in Berlin anhand von Beschäftigung, Bruttowertschöpfung und Steuerrückflüssen.

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