Zum Jahresende 2025 lebten in Deutschland rund 7,8 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung. Das entspricht einem Anteil von 9,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Bei der vorherigen Erhebung Ende 2023 lag die Zahl noch bei 7,9 Millionen. Die Vergleichbarkeit sei jedoch durch die Bereinigung von Verwaltungsdaten in Hessen und Sachsen eingeschränkt, erklärte die Behörde.
Krankheit als häufigste Ursache für Schwerbehinderung
Mehr als neun von zehn schweren Behinderungen (gut 91 Prozent) gehen auf eine Krankheit zurück. Angeborene Behinderungen machen drei Prozent aus, während Unfälle oder Berufskrankheiten mit gut einem Prozent zu Buche schlagen. Rund vier Prozent der Fälle werden unter „übrige Ursachen“ zusammengefasst.
Altersstruktur der Betroffenen
Besonders ältere Menschen sind von einer Schwerbehinderung betroffen. 34 Prozent der schwerbehinderten Menschen waren 75 Jahre oder älter. Die größte Gruppe bilden die 55- bis 74-Jährigen mit 45 Prozent. Nur drei Prozent der Schwerbehinderten sind Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren.
Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Behinderungsgrad von mindestens 50 zuerkannt haben. Bei 21 Prozent der schwerbehinderten Menschen wurde der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt.



