Rettungskräfte der Guardia Civil haben im Waldbrandgebiet im spanischen Andalusien ein schwer verletztes britisches Paar gerettet. Die beiden erlitten Verbrennungen an 40 Prozent der Körperoberfläche und wurden auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht. Das Feuer war am Donnerstagnachmittag im Gemeindegebiet von Los Gallardos in der Provinz Almería ausgebrochen und hatte etwa 7000 Hektar Land niedergebrannt. Rund 1500 Menschen mussten das Gebiet zwischenzeitlich verlassen.
Suche kurz vor Einstellung
Mehrere Angehörige der Guardia Civil berichteten, sie seien gerade dabei gewesen, die Suchmaßnahmen in diesem Gebiet einzustellen. Dann hätten sie aber das Gefühl gehabt, zurückkehren zu müssen. „Diese Erfahrung, die wir im Laufe der Jahre gesammelt hatten, sagte uns: Schau noch einmal nach, versuch es ein letztes Mal, nur für den Fall“, sagte einer der Retter. Sie hätten in die Dunkelheit gerufen und Trillerpfeifen eingesetzt, um auf sich aufmerksam zu machen. Plötzlich hätten sie aus der Ferne eine Antwort gehört.
Rettung unter schwierigen Bedingungen
Für die schwer verletzten Briten müsse es sehr anstrengend gewesen sein, ihre Stimmen zu erheben, sagte ein anderer Retter. Mithilfe von Feuerwehr und Rettungsdiensten wurden die beiden in die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht. Das Paar war am Donnerstag beim Wandern im Gemeindegebiet von den Flammen überrascht worden, wie mehrere Medien, darunter die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt RTVE, berichten.
Todesopferzahl gestiegen
Inzwischen ist die Zahl der Toten des verheerenden Waldbrands auf 13 gestiegen. Eine 93-jährige Britin sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, teilten Behördenvertreter der Region Andalusien am Sonntag mit. Zuvor hatte die Zahl der Toten bei zwölf gelegen. Unter den weiteren Todesopfern sind nach Angaben der Behörden möglicherweise viele Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. In der Gegend leben zahlreiche Ausländer, insbesondere Briten.



