Angriff bei CSD in Berlin: Bätzing-Lichtenthäler verurteilt Gewalt
Angriff bei CSD: Bätzing-Lichtenthäler verurteilt Tat

Die rheinland-pfälzische Sozial- und Familienministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hat den Angriff auf Passanten am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin als eine feige und verabscheuungswürdige Gewalttat bezeichnet. Ein Autofahrer hatte am Samstagabend im Berliner Tiergarten mehr als ein Dutzend Menschen angefahren, die sich am Rande der CSD-Veranstaltung aufhielten. Eine Frau erlag ihren Verletzungen, mehrere andere Personen erlitten teils schwere Verletzungen. Die Polizei fahndet nach einem 21 Jahre alten Tatverdächtigen.

Reaktionen aus Rheinland-Pfalz

„In dieser schweren Stunde stehen das Leid und die Hoffnung, dass alle Verletzten schnell und vollständig wieder gesunden, im Vordergrund“, teilte die SPD-Politikerin mit. „Aber auch die klare Botschaft: Unsere Gesellschaft steht für Toleranz und Gemeinschaft und gegen jede Form von Hass und Hetze.“ In diesen dunklen Stunden seien sie erst recht eng an der Seite der Community, sagte sie weiter. „Wir setzen uns ein für queeres Leben und eine offene Gesellschaft. Pride ist stärker als Hass.“

CSD auch in Mainz – Solidarität mit den Opfern

Parallel zu den Ereignissen in Berlin fand am Samstag auch in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz der CSD statt. Auf dem Instagram-Account des CSD Mainz hieß es: „Wir waren geeint als Community für die gleiche Sache auf der Straße und stehen auch jetzt solidarisch zusammen. Vielfalt ist unsere Stärke und wir lassen uns nicht einschüchtern. Dennoch sind unsere Gedanken bei den Opfern.“ Auch die Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität, Kathrin Anklam-Trapp, zeigte sich erschüttert. Sie teilte mit: „Ich bin tief traurig und fassungslos über diese schreckliche Gewalttat gegen den Berliner CSD. Gemeinsam mit Tausenden Menschen haben wir gestern in Mainz beim CSD noch Liebe und Akzeptanz gefeiert und dafür demonstriert.“ Die schrecklichen Nachrichten aus Berlin träfen nun die gesamte Community und alle tief. „Wir werden eng zusammenstehen und die Werte von Toleranz und Vielfalt weiterhin strikt verteidigen. Pride heißt immer auch Sichtbarkeit.“

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Hintergrund der Tat

Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend im Bereich des Berliner Tiergartens, wo der CSD stattfand. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei steuerte ein 21-jähriger Fahrzeugführer sein Auto in eine Menschengruppe. Eine Frau wurde dabei tödlich verletzt, mehrere weitere Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Der Fahrer flüchtete zunächst, die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittlungen dauern an. Der CSD Berlin selbst zeigte sich bestürzt und rief zu Zusammenhalt auf.

Bundesweite Bestürzung

Die Attacke löste bundesweit Entsetzen aus. Ministerpräsidenten mehrerer Bundesländer äußerten sich erschüttert. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sprach von einem „feigen Anschlag“, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst nannte die Tat „abscheulich“. Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer verurteilte die Gewalttat aufs Schärfste. Der CSD Mainz kündigte an, trotz der Ereignisse weiterhin für Toleranz und Vielfalt einzustehen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

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