Hamburg Pride ruft nach tödlichem Angriff auf Berliner CSD zu Demo auf
Hamburg Pride ruft nach Berliner CSD-Angriff zu Demo

Die Veranstalter der Hamburger Pride Week haben nach dem tödlichen Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Day (CSD) zu einer Demonstration in der Hamburger Innenstadt aufgerufen. Die Kundgebung findet am Nachmittag um 16.00 Uhr an der Ecke Neuer Jungfernstieg/Lombardsbrücke statt.

Aufruf zu Solidarität

„Wir sind in Gedanken bei der Berliner Community“, heißt es in dem bei Instagram verbreiteten Aufruf. Manuel Opitz, Sprecher von Hamburg Pride, betonte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: „Wichtig ist, dass wir uns nicht unsichtbar machen lassen von Gewalt. Das was wir jetzt brauchen, ist der Rückhalt aus der Stadtgesellschaft. Deswegen rufen wir alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, sich am CSD zu beteiligen.“

Erwartete Teilnehmerzahl und Sicherheitsmaßnahmen

Zu der Hamburger CSD-Parade am kommenden Samstag werden Hunderttausende Menschen erwartet. Nach der Bluttat von Berlin sei man im Austausch mit der Polizei, sagte Opitz. Einzelheiten nannte er nicht. Die Demonstration am Nachmittag soll ein Zeichen der Geschlossenheit setzen und die Sichtbarkeit der queeren Community trotz der Gewalttat unterstreichen.

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Reaktionen aus der Politik

Der Hamburger Innensenator Andy Grote kündigte bereits an, die Sicherheitsmaßnahmen für den CSD zu prüfen. Auch aus anderen Bundesländern kamen Solidaritätsbekundungen. Ministerin aus Sachsen-Anhalt etwa sprach von „alten Wunden“, die der Angriff aufreiße. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident bezeichnete die Tat als „feigen und menschenverachtenden Anschlag“.

Die Hamburger Pride-Veranstalter betonten, dass die Demonstration nicht nur der Trauer, sondern auch dem gemeinsamen Widerstand gegen Hass und Gewalt diene. „Wir lassen uns nicht einschüchtern“, so Opitz. Der CSD am Samstag werde wie geplant stattfinden, jedoch mit erhöhter Polizeipräsenz.

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