Die Berliner Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial hat vor einem wachsenden antimuslimischen Rassismus in der Hauptstadt gewarnt. Hintergrund ist der Krieg in Israel. Sie äußerte die Sorge, dass die aktuelle Debatte ein Verstärker für antimuslimischen Rassismus sein könnte.
In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ betonte Niewiedzial, dass das Leid der zivilen Bevölkerung auf beiden Seiten anerkannt werden müsse, auch auf der palästinensischen. Sie rief dazu auf, sich als Gesellschaft nicht spalten zu lassen.
Gleichzeitig bezeichnete sie es als furchtbar, dass sich Menschen israelischer Herkunft in Berlin nicht mehr sicher fühlten und Polizeischutz benötigten. Demonstrationen, die klar antisemitisch motiviert seien und Israel das Existenzrecht absprechen, gehörten verboten. Sie erwarte von Demonstrierenden eine klare Distanzierung von der Terrororganisation Hamas.
Niewiedzial sprach sich zudem für Sonderschulstunden aus, in denen der Nahost-Konflikt aktiv aufgegriffen und diskutiert wird. Dabei müsse die Migrationsperspektive berücksichtigt werden, die viele Schülerinnen und Schüler mitbrächten. Sie betonte, dass der Blickwinkel von Kindern mit Migrationsgeschichte im Curriculum mehr Beachtung finden müsse, auch die Lebensrealität staatenloser palästinensischer Kinder.



