Berlin Tennis Open: Evakuierung nach Unwetter sorgt für Kritik
Berlin Tennis Open: Evakuierung nach Unwetter kritisiert

Unwetter legt Finaltag der Berlin Tennis Open lahm

Gegen 11 Uhr am Sonntagvormittag entlud sich ein heftiges Gewitter über dem Steffi-Graf-Stadion in Berlin. Sturm, Starkregen, Blitz und Donner sorgten für eine chaotische Situation. Die Verantwortlichen der Berlin Tennis Open, die sich im Medienzentrum befanden, wurden von der Intensität des Unwetters überrascht, wie Pressesprecher Claus Froemming später erklärte. Das Turniergelände des LTTC Rot-Weiß Berlin am Hundekehlesee musste geräumt werden, da das Stadion keinen Blitzableiter besitzt und es keine überdachten Schutzräume auf der Anlage gibt.

Besucher kritisieren Ablauf der Evakuierung

Während Mitarbeiter, Ballkinder und Journalisten für knapp zwei Stunden im Medienzentrum Schutz fanden, wurden die Zuschauer angewiesen, den Auerbachtunnel am Haupteingang aufzusuchen. Einige Besucher äußerten auf dem Instagram-Account des Turniers scharfe Kritik. Nutzer „ndom2244“ berichtete, dass Familien mit kleinen Kindern und Babys von der Security gezwungen wurden, das Gelände zu verlassen, und danach im Grunewald sich selbst überlassen waren. Froemming bedauerte solche Vorfälle: „Ich kann mich nur entschuldigen, wenn es Derartiges im Einzelfall gegeben hat. Wir sind eine Open-Air-Veranstaltung und da geht es zunächst um die Gefahrenabwehr.“

Schäden und Wiedereröffnung

Nachdem das Unwetter abgezogen war, inspizierten die Veranstalter die Schäden. Die Stromversorgung war beschädigt, Teile der Anlage standen unter Wasser. Der VIP-Bereich am Hundekehlesee blieb bis 14 Uhr abgesperrt, sollte aber später wieder öffnen. Das Public Village mit Imbissständen war ebenfalls betroffen. Die Eingänge sollten um 15 Uhr freigegeben werden, das Finale war für 17 Uhr neu angesetzt. Ob alle Besucher nach den Erlebnissen noch Lust auf Tennis hatten, blieb fraglich.

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