Ein Bisonbulle hat im Yellowstone-Nationalpark einen Touristen angegriffen und Berichten zufolge 2,4 Meter hoch in die Luft geschleudert. Der Vorfall ereignete sich auf einem Campingplatz, als der Rentner mit seinem Enkelkind unterwegs war. Ein Fotograf hielt die Szene fest und berichtete der Zeitung „Cowboy State Daily“, der Bulle sei „aufgebracht und wütend“ gewesen und habe „alles und jeden angegriffen“. Der Tourist erlitt schwere Verletzungen.
Angriff während der Brunftzeit
Der National Park Service (NPS) hat bislang keine eigenen Informationen zu dem Vorfall veröffentlicht. Ein Video zeigt, wie sich der Bison zunächst im Gras wälzt, sich dann aufrichtet und auf zwei vorbeilaufende Personen zustürmt. Der ältere Mann rennt im Zickzack zwischen Bäumen umher, wird aber vom Bison mit gesenktem Kopf eingeholt und mit ausgestreckten Gliedern in die Luft geschleudert. „Der Bison traf ihn mit seinem linken Horn an der Hüfte und schleuderte ihn in die Luft“, zitierte die Zeitung den Fotografen. „Er machte einen perfekten Salto und landete auf der Seite.“ Der Bison sei mindestens 1,80 Meter hoch gewesen. Augenzeugen verscheuchten das Tier schließlich mit lauten Rufen. Das Opfer wurde medizinisch versorgt; die Familie bestätigte schwere Verletzungen.
Zweiter Bisonangriff in kurzer Zeit
Es ist bereits der zweite Bisonangriff im Yellowstone-Nationalpark innerhalb weniger Wochen. Im Juni war ein zwölfjähriges Kind von einem männlichen Tier angegriffen worden, wie die Nationalpark-Verwaltung mitteilte. Die Bisons befinden sich bis September in ihrer jährlichen Brunftzeit, in der sie besonders aggressiv sind. Der Fotograf betonte, das Opfer treffe keine Schuld: „Sie waren nur auf einem Abendspaziergang unterwegs, bogen zufällig um die Ecke, und da stand ein Bison.“



