CSD-Anschlag in Berlin: Polizei bestätigt Zugriff in Spandau – Tatverdächtiger Abdul Ballout
CSD-Anschlag: Polizei bestätigt Zugriff in Spandau

Die Berliner Polizei hat nach dem Angriff beim Berliner CSD einen Zugriff in Berlin-Spandau bestätigt. Unterdessen wird das Fahrzeug des Verdächtigen ausgewertet. Ein Wagen fuhr in die Menschenmenge am Rande der CSD-Demo. Mindestens eine Frau starb, 29 Menschen wurden verletzt, einige lebensgefährlich.

Polizei bestätigt Zugriff in Spandau

Wie die Polizei mitteilte, erfolgte der Zugriff am späten Samstagabend im Ortsteil Spandau. Dabei handele es sich um eine gezielte Maßnahme im Zusammenhang mit dem Tatverdächtigen Abdul Ballout. Der 30-jährige Syrer steht im Verdacht, den Wagen gesteuert zu haben. Die Beamten sicherten Spuren und nahmen den Mann fest. Details zu seiner Rolle und möglichen Komplizen werden noch ermittelt.

Hintergründe des Anschlags

Was als große Demo und Feier für die Rechte und Sichtbarkeit der queeren Community gedacht war, endete am Samstagaben in einer Katastrophe. Am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast. Mittlerweile spricht die Polizei von einem Anschlag – mutmaßlich islamistisch motiviert. Mit Hochdruck fahnden die Behörden nach dem tatverdächtigen Abdul Ballout. Eine Frau wurde bei dem Angriff getötet, 29 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Veranstaltung war mit tausenden Teilnehmern und hohen Sicherheitsvorkehrungen geplant, dennoch gelang es dem Täter, mit einem gemieteten Kleintransporter eine Absperrung zu durchbrechen und in die Menge zu rasen.

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Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet, die alle verfügbaren Beweise auswertet. Dazu gehören Überwachungsvideos, Zeugenaussagen und die technische Untersuchung des Fahrzeugs. Es wird geprüft, ob der Verdächtige Kontakt zu extremistisch-islamistischen Netzwerken hatte. Auch die Opfer und deren Angehörige werden betreut. Der CSD-Vorstand zeigte sich erschüttert, betonte aber, dass man sich nicht einschüchtern lasse. Die Berliner Innensenatorin kündigte eine lückenlose Aufklärung an. Die Stadt trauert um das Opfer, eine 53-jährige Touristen aus Niedersachsen. Die Verletzten werden in mehreren Kliniken behandelt, ihr Zustand ist teils kritisch.

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