Deutscher Tourist (60) stirbt während Großdemo am Traumstrand Es Trenc auf Mallorca
Deutscher Tourist stirbt während Demo am Traumstrand

Ein tragischer Vorfall überschattete am Sonntagvormittag eine Großdemonstration am berühmten Naturstrand Es Trenc auf Mallorca: Ein 60-jähriger Urlauber aus Deutschland ertrank nur wenige Meter entfernt von den protestierenden Menschen. Das Unglück ereignete sich gegen 10.40 Uhr, als der Mann beim Baden in Not geriet.

Rettungsversuche blieben erfolglos

Rettungsschwimmer und ein alarmierter Notarzt begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen und kämpften mehr als eine Stunde um das Leben des Deutschen. Doch jede Hilfe kam zu spät: Ersten Informationen zufolge erlitt der Urlauber einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Ob der Herzstillstand Ursache oder Folge des Ertrinkens war, klären nun die Behörden. Möglicherweise melden sich auch noch Zeugen.

Protest für den Erhalt des Naturschutzgebiets

Zur gleichen Zeit bildeten Tausende Menschen entlang des Strandes eine mehrere Kilometer lange Menschenkette. Umweltverbände protestierten dagegen, dass der Naturpark Es Trenc und weitere Schutzgebiete auf den Balearen weniger streng geschützt werden könnten. Die Demonstration richtete sich auch gegen den Massentourismus. Es Trenc zählt zu den bekanntesten Naturstränden Mallorcas und zieht jedes Jahr zahlreiche Urlauber an.

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Kein Zusammenhang mit Todesfall

Der Tod des deutschen Urlaubers überschattete den Protesttag und sorgte bei Badegästen wie Demonstrierenden für Bestürzung. Allerdings gibt es nach bisherigem Stand keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Demonstration und dem tödlichen Badeunfall. Die zeitliche und örtliche Überschneidung gilt als Zufall.

Früherer Vorfall am selben Strand

Der Strandabschnitt zwischen den Ortschaften Sa Ràpita und Colònia de Sant Jordi gilt zwar nicht als besonders unfallträchtig, machte aber bereits im vergangenen Jahr mit einem grausigen Fund Schlagzeilen: Am Strand wurde eine verweste und verstümmelte Leiche angespült. Ermittler vermuteten einen Zusammenhang mit Bootsflüchtlingen, die bei der Überfahrt über das Mittelmeer ums Leben gekommen sein könnten.

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