Das Berliner Tierheim verzeichnet seit Beginn der warmen Sommertage einen drastischen Anstieg verletzter Fundkatzen. Die Einrichtung geht davon aus, dass die meisten Tiere aus ungesicherten Fenstern oder Balkonen gestürzt sind. Fast täglich melden sich besorgte Halter, die ihre Katze vermissen, nachdem diese aus einem Fenster gefallen ist, wie das Tierheim mitteilte.
Acht schwere Operationen seit Juni
Seit Anfang Juni wurden in der tierärztlichen Praxis des Tierheims bereits acht schwere Knochenbruch-Operationen durchgeführt. Eine derart hohe Zahl gab es zuletzt nur über mehrere Monate hinweg. Die genauen Umstände lassen sich bei Fundkatzen nicht immer zweifelsfrei klären, doch die Verletzungen geben klare Hinweise: „Bei Fensterstürzen kommt es immer wieder zu schweren Frakturen am ganzen Körper, etwa an Beinen, Becken, Kiefer oder Wirbelsäule“, so das Tierheim.
Dringender Appell an Katzenbesitzer
Das Tierheim richtet einen dringenden Appell an alle Katzenhalter: Auch bei Hitze oder Hitzewellen dürften Fenster und Balkone nur gesichert geöffnet werden. „Ungesicherte Kippfenster sind ein absolutes Tabu.“ Versuche der Katze, durch den schmalen Spalt zu klettern, könnten zu schweren Lähmungen oder zum Tod führen. Katzen besitzen zwar einen guten Gleichgewichtssinn, doch bei einem Sturz können sie sich dennoch schwer verletzen.
Über 500 Fundkatzen seit Jahresbeginn
Seit dem 1. Januar 2026 hat das Berliner Tierheim bereits mehr als 500 Fundkatzen aufgenommen. Lediglich etwa ein Fünftel von ihnen wurde wieder von ihren Besitzern abgeholt. Die hohe Zahl verdeutlicht die anhaltende Problematik und die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen. Das Tierheim bittet daher alle Katzenbesitzer, ihre Fenster und Balkone katzensicher zu gestalten, um weitere Unfälle zu vermeiden.



