Prügel-Attacke auf Journalisten: „Dröhnendes Schweigen brandgefährlich“
Prügel-Attacke: Dröhnendes Schweigen brandgefährlich

Gewalt gegen Journalisten: Angriff auf „Apollo News“-Team

Drei Minuten lang wurden Journalisten der Medienplattform „Apollo News“ am vergangenen Wochenende erst beschimpft, dann gejagt und schließlich niedergeschlagen. Die Polizei ermittelt nun auch aufgrund von Augenzeugenvideos, die BILD-Chefreporter Frank Schneider aufgenommen hat. Der Vorfall ereignete sich im Umfeld einer politischen Veranstaltung, bei der es zu massiven Protesten kam.

Ermittlungen mit BILD-Videos

Die Aufnahmen von Frank Schneider zeigen, wie die Journalisten von einer Gruppe aggressiver Demonstranten attackiert werden. Die Polizei bestätigte, dass die Videos eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen spielen. „Ohne diese Augenzeugenbeweise wäre die Aufklärung deutlich schwieriger“, sagte ein Polizeisprecher. Die Täter sollen die Journalisten zunächst verbal angegriffen und dann körperlich attackiert haben.

„Dröhnendes Schweigen“ als Gefahr für die Demokratie

Ein Experte für politische Kommunikation warnte in diesem Zusammenhang vor einem „dröhnenden Schweigen“ in der Gesellschaft. „Dieses Schweigen halte ich für brandgefährlich in der Demokratie“, erklärte er. Es sei wichtig, dass solche Übergriffe nicht stillschweigend hingenommen würden. Die Attacke auf die Journalisten zeige, wie schnell verbale Aggression in physische Gewalt umschlagen könne.

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Reaktionen aus der Politik

Mehrere Politiker verurteilten den Angriff scharf. „Gewalt gegen Journalisten ist ein Angriff auf die Pressefreiheit und damit auf unsere Demokratie“, sagte ein Sprecher des Deutschen Journalistenverbands. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach weiteren Zeugen. Bislang gibt es noch keine Festnahmen.

Hintergrund: Zunehmende Gewalt gegen Medienvertreter

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Übergriffen auf Journalisten in den letzten Monaten. Laut einer Studie der Organisation Reporter ohne Grenzen ist die Zahl der Angriffe auf Medienvertreter in Deutschland um 20 Prozent gestiegen. Besonders betroffen sind Journalisten, die über politische Proteste oder Veranstaltungen berichten.

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